Pferdefleischskandal: 66 Festnahmen in Europa

16. Juli 2017, 16:33
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Bande soll im Jahr 2013 Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft haben

Den Haag – Europäische Ermittler haben einen internationalen Ring von Fleischbetrügern zerschlagen und 66 Verdächtige festgenommen. Die Bande sei für den europäischen Pferdefleischskandal von 2013 verantwortlich, teilte Europol am Sonntag mit. Sie soll billiges Pferdefleisch als teures Rindfleisch deklariert und verkauft haben.

Das Fleisch war nicht für menschlichen Verzehr geeignet und zum Teil mit Medikamenten behandelt. Der Kopf der Bande soll ein niederländischer Fleischhändler sein, der in Belgien festgenommen wurde. Den Verdächtigen werden unter anderem Betrug, Dokumentenfälschung und Verbrechen gegen die Gesundheit der Bevölkerung vorgeworfen.

Pferdefleisch im Hamburger

Der Skandal war 2013 ans Licht gekommen, als in Irland Pferdefleisch in Hamburgern entdeckt worden war. Danach wurde auch in anderen europäischen Ländern Pferdefleisch in Mahlzeiten gefunden, obwohl auf deren Etiketten reines Rindfleisch stand. Auch in Österreich wurde Pferdefleisch in anders gekennzeichneten Produkten gefunden.

Im Sommer 2016 hatten die spanischen Umweltbehörden Unregelmäßigkeiten beim Handel mit Pferdefleisch festgestellt. Fleisch war falsch ausgezeichnet und exportiert worden. Die Ermittler kamen dem niederländischen Großhändler auf die Spur, der das betrügerische Netzwerk aus Calpe in Alicante leitete, wie Europol mitteilte.

An der Operation unter Leitung der spanischen Polizei waren Ermittler in acht Ländern beteiligt. Es seien auch mehrere Bankkonten, Immobilien und Luxusautos beschlagnahmt worden. (APA, 16.7.2017)

  • Der Skandal war 2013 ans Licht gekommen, als in Irland Pferdefleisch in Hamburgern entdeckt worden war.
    foto: ap photo/petr david josek

    Der Skandal war 2013 ans Licht gekommen, als in Irland Pferdefleisch in Hamburgern entdeckt worden war.

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