ORF und Filminstitut fördern sieben Filme mit 2,6 Millionen Euro

16. Juli 2017, 12:25
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Unter anderem bekommt die Verfilmung des Buchs "Oskar & Lilli" über tschetschenische Flüchtlingskinder Geld

Wien – Sieben Kinofilmprojekte werden von ORF und Österreichischem Filminstitut im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens gefördert – darunter das neue Jugenddrama "Oskar & Lilli" von Regisseur Arash T. Riahi. Insgesamt wurden 2,6 Millionen Euro an Projekt- und Innovationsförderung beschlossen.

"Oskar & Lilli" basiert auf dem 1994 erschienenen, gleichnamigen Roman von Monika Helfer und nimmt die Perspektive zweier tschetschenischer Flüchtlingskinder ein, die zu Pflegeeltern kommen. Riahi – derzeit als Produzent der von seinem Bruder Arman inszenierten Komödie "Die Migrantigen" im Kino vertreten – führt bei dem Stoff nicht nur Regie, sondern adaptiert die Vorlage auch für die Leinwand.

"Allah ist eine Frau"

Unterstützt wird auch Günter Schwaigers Spielfilmdebüt "Der Taucher", in dem sich der Regisseur ("Hafners Paradies") mit dem Thema der Gewalt hinter einer idyllischen Familienfassade auseinandersetzt. Über Förderung freuen kann sich auch Eva Spreitzhofer für ihre Komödie "Allah ist eine Frau", in der die atheistische Feministin Wanda damit konfrontiert wird, dass ihre Tochter zum Islam konvertiert. Geld gibt es auch für Jessica Hausner und ihren Psychothriller "Little Joe" über eine genmanipulierte Pflanze und ihre vermeintliche Wirkung. Das Spielfilmquintett komplettiert "Russenstory" von Johanna Moder über liberale Mittdreißiger, die mit der Flüchtlingsthematik konfrontiert werden.

Darüber hinaus werden zwei Dokumentararbeiten gefördert: "Elfie Semotan" über die österreichische Starfotografin von Jörg Burger und "Liebe war es nie" von Maya Sarfaty über die tragische Liebesgeschichte zwischen einer nach Auschwitz deportierten Jüdin und einem österreichischen SS-Offizier, die sich nach 30 Jahren im Gerichtssaal wieder gegenüberstehen. (APA, 16.7.2017)

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