Uruguay startet Marihuana-Verkauf in Apotheken

15. Juli 2017, 10:22
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Damit soll Macht der Drogen-Clans gebrochen werden – Im Unterschied zu Holland dürfen Touristen kein Marihuana kaufen

Montevideo – Cannabis zum günstigen Preis beim Apotheker: Uruguay startet am kommenden Mittwoch mit einem weltweit einmaligen Experiment zum legalen Verkauf von Marihuana. Diesen Termin teilten die Behörden in Montevideo am Freitag mit. Registrierten Nutzern sollen in zugelassenen Apotheken landesweit zwei Sorten Hanf in Mengen von maximal zehn Gramm die Woche angeboten werden.

Das Angebot ist die letzte Phase eines 2013 beschlossenen Legalisierungsprozesses. Nach Angaben des nationalen Cannabis-Kontroll-Institutes sind bisher 4.711 Bürger registriert. Das Gramm Marihuana kostet für sie 1,30 Dollar – billiger als beim illegalen Dealer. Mit der Initiative soll die Macht der Drogen-Clans gebrochen werden.

Das Gras-Gesetz entstand während der Präsidentschaft des früheren linken Guerillakämpfers Jose Mujica (2010-2015). Anders als etwa in den Niederlanden, wo der Verkauf in privaten Coffeeshops toleriert wird, regelt das uruguayische Gesetz auch die Produktion.

Der Anbau wird von zwei Firmen in der Nähe von Montevideo unter Staatsaufsicht betrieben. Im Unterschied zu Holland dürfen in Uruguay aber Touristen kein Marihuana kaufen. (APA, dpa, 15.7.2017)

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