EU-Roaming: RTR leitete Verfahren wegen Telering-Tarifen ein

16. Juli 2017, 17:54
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Neue "Passt!"-Angebote sollen gegen Richtlinie verstoßen – T-Mobile plant keine Änderung vor Ende des Verfahrens

Der österreichische Telekomregulator RTR hat nun gegen T-Mobile ein Verfahren eingeleitet. In diesem geht es um die neuen "Passt!"-Tarife Diskontmarke Telering. Da die EU-Roaming-Option für Datenfunk hier einen monatlichen Aufpreis von drei Euro bedeutet, sieht die RTR darin einen Verstoß gegen die Roaming-Richtlinien der EU. Diese schließt das Anbieten von teureren Tarifen mit EU-Roaming, die sonst ident zu einem anderen Angebot sind, aus.

Laut dem Regulator wurde das Verfahren am Dienstag eröffnet. Zudem fand diese Woche auch ein Gespräch zwischen T-Mobile und der RTR statt. Diese wollte auf Anfrage aber zu beidem keine weiteren Auskünfte geben.

Keine Tarifänderung vor Verfahrensende

T-Mobile erklärte gegenüber dem STANDARD, dass man erst einmal nicht vorhabe, die "Passt!"-Tarife abzuändern. "Es gibt ein Verfahren, und in diesem wird festgestellt, wer auf der richtigen Seite der Roaming-Richtlinie steht", so der Mobilfunker. (gpi, 16.07.2017)

  • Die RTR sieht in den "Passt!"-Tarifen einen Verstoß gegen die EU-Roaming-Vorgaben.
    foto: derstandard.at/pichler

    Die RTR sieht in den "Passt!"-Tarifen einen Verstoß gegen die EU-Roaming-Vorgaben.

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