Chinas Kampfflugzeuge üben nahe Japan

14. Juli 2017, 11:47
10 Postings

Peking: "Die betroffene Seite solle sich nicht über Nichts aufregen und den Vorfall überinterpretieren."

In Ostasien verstärken sich die militärischen Aktivitäten: Nach dem Überflug amerikanischen Langstreckenbomber über das Südchinesische Meer schickte China sechs Kampfflugzeuge durch die sogenannte Miyako Straße zwischen zwei südlichen japanischen Inseln. Das Verteidigungsministerium in Peking kündigte zudem weitere Übungen an. Das japanische Verteidigungsministerium bezeichnete den Flug der Xian H-6-Bomber als "unüblich". Das chinesische Verteidigungsministerium erklärte daraufhin am Freitag: "Die betroffene Seite solle sich nicht über Nichts aufregen und den Vorfall überinterpretieren. Es ist alles ok, sobald sie sich daran gewöhnt haben."

Die Miyako Straße liegt zwischen den japanischen Inseln Miyako und Okinawa, nordöstlich von Taiwan, das China als abtrünnige Provinz ansieht. Auch chinesische Militärschiffe haben die Straße bereits durchquert. Das Verteidigungsministerium in Tokio betonte, dass der japanische Luftraum nicht verletzt worden sei.

Schon Jahrelang Zankapfel

Seit Monaten werden in Ostasien verstärkt militärische Übungen abgehalten. Kurz vor dem G20-Gipfel überflogen US-Langstreckenbomber das von Peking beanspruchte Südchinesische Meer. Das US-Militär bekräftigte damit, dass es das Gebiet als internationales Territorium ansieht. Die Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer sind seit Jahren Zankapfel zwischen den Anrainern. China beansprucht nahezu das gesamte Gebiet für sich.

In Europa berichteten Staaten wie Norwegen und Großbritannien in den vergangenen Jahren immer wieder über vermehrte Flüge russischer Kampfbomber nahe des eigenen Luftraums. China und Russland unternehmen verstärkt gemeinsame militärische Übungen, auch etwa im Mittelmeer und der Ostsee. (Reuters, 14.7.2017)

    Share if you care.