Kritik von Siedlern: Israel legt Ausbau von Palästinenser-Stadt auf Eis

13. Juli 2017, 12:04
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Bereits genehmigter Plan hatte für Spannungen in der rechts-religiösen Regierung gesorgt

Tel Aviv/Jerusalem – Das israelische Sicherheitskabinett hat den umstrittenen Ausbau der Palästinenser-Stadt Kalkilia vorerst auf Eis gelegt. Der bereits genehmigte Plan hatte für Spannungen in der rechts-religiösen Regierung gesorgt. Das Gremium werde sich in zehn Tagen erneut für eine abschließende Entscheidung treffen, berichteten israelische Medien am Donnerstag.

Der mit den USA abgestimmte Plan soll laut Berichten den Bau von bis zu 14.000 Wohnungen auf einem Gebiet von umgerechnet 2,5 Quadratkilometern vorsehen. Sie sollen auf Gebiet gebaut werden, das bisher der alleinigen israelischen Sicherheitskontrolle untersteht. Aktuell leben laut "Maariv" in Kalkilia rund 50.000 Palästinenser.

Der Ausbauplan war im vergangenen Jahr genehmigt worden. Allerdings kritisierten Erziehungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ayelet Shaked von der Siedlerpartei die Pläne im Juni scharf als "Belohnung des Terrors".

Kalkilia ist in weiten Teilen von der Sperrmauer zu Israel umschlossen. Die einzige Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, ist laut Berichten auf israelisch kontrolliertem Gebiet. Allerdings soll das Land in palästinensischem Privatbesitz sein.

Im Westjordanland leben knapp drei Millionen Palästinenser und rund 420.000 israelische Siedler. Es ist aufgeteilt in Zonen unter alleiniger israelischer Kontrolle (C-Gebiet), gemeinsam mit den Palästinensern kontrollierte Regionen (B-Gebiet) und allein von der palästinensische Autonomieverwaltung kontrollierte Zonen (A-Gebiet). (APA, 13.7.2017)

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