Microsoft bringt App für Menschen mit Sehbehinderungen

13. Juli 2017, 10:49
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Erklärt die Welt um sie herum – Microsoft setzt verstärkt auf Künstlicher Intelligenz

Während es früher notwendig war, die Bedienung eines Computers mühsam zu erlernen, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, stehen heute zunehmend intelligente Assistenten zur Verfügung. Im Dialog mit dem Anwender werden Aufträge angenommen und abgearbeitet, weil etwa das Smartphone weiß, wo sich der Nutzer aufhält und was er zur jeweiligen Zeit üblicherweise tut, macht die Software auch aktiv selbst Vorschläge, etwa für die beste Route oder die gewünschte Musik.

Möglich sind solche Anwendungen durch die Nutzung von Big Data, starke Rechenzentren und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), sagt Harry Shum, Executive Vice-President AI und Research Group bei Microsoft. Das Unternehmen zeigte am Mittwoch den Stand der Technik bei einer Presseveranstaltung in London. So verwendet der IT-Konzern KI zum Schutz seiner Cloud-Infrastruktur. So werden monatlich 1,5 Millionen Angriffe analysiert und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen.

Die Möglichkeiten von KI

Mit zwei weiteren Beispielen unterstreicht Microsoft die Möglichkeiten von KI. Mit PowerPoint-Add-in Presentation Translator können Vortragende Untertitel einblenden, die einzelnen Teilnehmern auf ihren Geräten über die Microsoft Translator-App in Echtzeit und in verschiedene Sprachen übersetzt werden.

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Die Seeing AI APP soll Menschen mit Sehbeeinträchtigungen unterstützen. Sie erklärt die die Welt um sie herum , indem Fotos gemacht und per Audio erklärt werden – Personen, Gegenstände, Beschriftungen, Hindernisse. Seeing AI ist vorerst in den USA und für IOS verfügbar.

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Besonders im Gesundheitsbereich sieht Microsoft großes Potenzial für KI, die Gesundheitsdaten in Windeseile auswerten kann. Microsoft forscht derzeit in den Bereichen Prostata-Krebs und Asthma bei Kindern. (Markus Sulzbacher aus London, 13.7. 2017)

  • Harry Shum, Executive Vice-President AI und Research Group bei Microsoft.
    foto: microsoft

    Harry Shum, Executive Vice-President AI und Research Group bei Microsoft.

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