CDU-Politiker Bosbach verlässt "Maischberger"-Diskussion

13. Juli 2017, 09:29
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Moderatorin bat dann auch Bosbachs Kontrahentin Jutta Ditfurth zu gehen, die sich aber weigerte

Berlin – Zu einem Eklat kam es am Mittwochabend in der ARD, als der Diskussionssendung "Maischberger" ein Teilnehmer abhandenkam. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach verteidigte das Vorgehen der Polizei bei den G20-Protesten in Hamburg – und fand die Mitdiskutantin, die ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth, "persönlich vom Verhalten und von ihrer, in Anführungszeichen, Argumentation unerträglich". So sehr, dass er – trotz engagierter Bemühungen von Moderatorin Sandra Maischberger – das Studio zehn Minuten vor Ende der Sendung verließ.

Maischberger bat daraufhin Ditfurth, ebenfalls zu gehen, um die "Parität" zwischen den Diskussionsteilnehmern wiederherzustellen. Doch die linke Aktivistin und Publizistin weigerte sich ("Nein, warum sollte ich gehen?"), woraufhin Maischberger die Diskussion fortsetzte – nicht ohne festzustellen, dass die Sendung "so aus dem Ruder gelaufen (ist) wie diese Demonstration".

Am Donnerstagmorgen veröffentlichte die ARD auf der Facebook-Seite der Sendung ein Statement Maischbergers: Ihr Versuch, Bosbach "zum Bleiben zu bewegen, schlug leider fehl. Das ist immer eine Niederlage in einer Sendung, deren Aufgabe es ist, Menschen ins Gespräch zu bringen." (red, 13.7.2017)

Update (16.50 Uhr):

Maischberger hat ihre Stellungnahme um die Bitte um Entschuldigung an Ditfurth ergänzt: "Ich möchte mich ausdrücklich bei Frau Ditfurth für den Versuch entschuldigen, sie aus der Sendung komplementieren zu wollen. Das war eine unüberlegte Kurzschlussreaktion, getrieben von dem Wunsch, in der Sendung den Ausgleich der Seiten wiederherzustellen. Es war ein Fehler den ich bedauere."

  • Sandra Maischberger konnte Wolfgang Bosbach nicht in ihrer Sendung halten.
    foto: screenshot / daserste.de

    Sandra Maischberger konnte Wolfgang Bosbach nicht in ihrer Sendung halten.

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