Wie der Shitstorm um eine Wurstsemmel abgewendet wurde

13. Juli 2017, 09:00
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Eine schief geschnittene Wurstsemmel sorgte in den letzten Tage für Aufregung im Netz

Los ging es mit der Beschwerde eines unzufriedenen Kunden: er hatte auf der Facebook-Seite von Billa das Bild einer schief geschnittenen Wurstsemmel gepostet und fragte das Unternehmen: "(...) wo lernen eure Feinkost Mitarbeiter das Semmel aufschneiden?"

Auf das Posting, das mittlerweile entfernt wurde, folgten tausende Likes und Kommentare sowie ein Facebook-Beitrag von Klaus Schwertner, dem Generalsekretär der Caritas Wien: "Wieso kann eine schief durchgeschnittene Semmel mehr Likes bekommen als ein Posting über hungernde Kinder. In Afrika droht aktuell 20 Millionen Menschen der Hungertod. Und eine Wurschsemmel soll mehr Aufmerksamkeit bekommen? Bitte nicht! Ich packe das irgendwie gerade überhaupt nicht."

Das Unternehmen Billa reagierte Anfang der Woche umgehend mit einem Posting auf Facebook. Das Motto des Kurzvideos, das mittlerweile fast 175.000 Mal aufgerufen wurde: "All Wurstsemmel are beautiful". Doch nicht nur das: das Unternehmen hat die Werbe-Offensive gleich mit einer Spendenaktion für "Familien in Not" der Caritas Österreich verbunden.

Die Aktion hat sich die Agentur Virtue, die seit kurzem die Social Media Agenden des Unternehmens betreut, ausgedacht.

(red, 13.7.2017)

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