Mehr als 1.700 Menschen im Jemen an Cholera gestorben

12. Juli 2017, 14:57
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Bereits 320.000 Erkrankte seit Ende April

Sanaa – Die Zahl der Toten wegen der Cholera-Epidemie im Jemen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf mindestens 1.742 gestiegen. Mehr als 320.000 Menschen hätten sich seit dem Ausbruch der Epidemie Ende April mit der Krankheit angesteckt, teilte die WHO am Mittwoch bei Twitter mit. Besonders in den Provinzen nördlich der Hauptstadt Sanaa verbreite sich die Krankheit schnell.

Cholera verursacht starken Durchfall und Erbrechen und ist besonders für Kinder, Alte und Kranke lebensbedrohlich. Die Weltgesundheitsorganisation berichtete im Oktober 2016 von ersten Cholera-Fällen. In den vergangenen Monaten verbreitete sich die Krankheit rasant. Viele Menschen haben kaum Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen in dem bitterarmen Land auf der Arabischen Halbinsel.

Bürgerkriegsland

Im Jemen tobt zudem seit drei Jahren ein heftiger Bürgerkrieg. Schiitische Huthi-Rebellen kontrollieren große Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa. Eine sunnitische Allianz unter Führung Saudi-Arabiens fliegt Luftangriffe gegen die Rebellen. (APA, 12.7.2017)

  • Cholera verursacht starken Durchfall und Erbrechen.
    foto: apa/afp/mohammed huwais

    Cholera verursacht starken Durchfall und Erbrechen.

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