Mini Cooper S E Countryman: Geh mir nicht aufs Kabel

13. Juli 2017, 10:59
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Mit dem bereits aus dem BMW 225xe Active Tourer bekannten Technologiepaket bringt Mini den Countryman in Stellung. Der erste Plug-in-Hybrid von der Kleinwagen-Premiummarke.

Mailand – Der erste Eindruck des Mini Cooper S E Countryman All4: eine kompakt wirkende Autoschachtel mit erweiterter Bodenfreiheit, bereit zum Abmarsch in das Jagdrevier oder zum kleinen Abenteuer um die Ecke. Das gelbe S an der Seite und gleichfarbig der Buchstabe S aus der Modellbezeichnung auf Grill und Heck signalisieren: Hier gibt es eine Neuigkeit in der Mini-Familie, die Elektromobilität ist eingezogen.

foto: mini
Dieser Countryman fährt bis zu 40 km weit rein elektrisch, was den SUV erst recht zum Citoyen macht.

Das technische Konzept wurde schon im März '16 mit dem BMW 225xe Active Tourer vorgestellt. Ein konventioneller Dreizylinder-Ottomotor, Kubatur 1,5 Liter, 136 PS, wurde mit einem Elektromotor verbunden, dessen Nennleistung 66 kW (88 PS) aufweist. Das Duo erbringt zusammen eine Systemleistung von 224 PS.

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Der Frontantrieb ist dem Benziner vorbehalten, das Heck wird elektrisch bewegt. Somit koordiniert der elektrifizierte Allradantrieb beide Kraftquellen, er sorgt für Fahrstabilität und Verfügbarkeit in allen Fahrsituationen. Treibstofftank und Hochvoltbatterie befinden sich unter der rückwärtigen Sitzbank, deshalb ist hier keine Verschiebung möglich.

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Ein Countryman beim Laden. Da sollte man ihn nicht stören.

Die hohe Systemleistung ist auch nötig, denn der Plug-in-Countryman hat ein Leergewicht von über 1,6 Tonnen zu schleppen. Versprochen, gehalten: Lautlos durch Mailand als Passantenschreck zu gleiten, ohne die elektrische Reichweite von 40 km ganz zu verbrauchen, das demonstrierte das richtige Konzept. Dieser Mini kann durch gerade noch kompakte Außenmaße und schicken Auftritt im urbanen Bereich durchaus zum Matador werden.

foto: mini

Das Umschalten auf Benzinbetrieb bei leerer Batterie oder bei flotter Fahrt erfolgt kaum hörbar und automatisch. Am Display ablesen lässt sich der jeweiligen Status der vorhandenen E-Ladung, bei Abwärtsfahrten lädt sich der Speicher wieder auf. Das System ist darauf ausgelegt, die Energiekapazität der Batterie maximal zu nutzen.

foto: mini

Rein elektrische Fahrten sind im Modus Max-e-drive bis 125 km/h möglich, bei Auto-e-drive bis 80 km/h, ein echtes Fahrvergnügen. Ladezeit an der Haushaltssteckdose? Drei Stunden 15 Minuten, falls eine zu finden ist.

Fazit? Der Countryman zum Nachladen ist eine echte Verstärkung der BMW-Hybridflotte. (Peter Urbanek, 13.7.2017)

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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