Oberösterreicher bleibt unbefristet in U-Haft

12. Juli 2017, 13:57
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23-Jähriger Welser lehnt jede konsularische Intervention ab

Berlin/Hamburg/Wien – Der 23-jährige Österreicher, der beim G20-Gipfel in Hamburg straffällig geworden ist, bleibt auf unbestimmte Zeit in Untersuchungshaft. Sebastian B. aus Wels will auch nicht, dass die österreichische Botschaft in Berlin benachrichtigt wird.

Die U-Haft diene "der Sicherung des Verfahrens", sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach der APA. Die Akten befinden sich demnach beim Haftrichter, die Ermittlungen werden ergeben, ob das Verfahren eingestellt oder wann es abgeschlossen wird.

Die U-Haft ist nicht befristet, bis zur Anberaumung einer Hauptverhandlung können mehrere Wochen vergehen. In einem ähnlichen Fall war vor etwa einem Jahr nach schweren Ausschreitungen in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain ebenfalls ein Österreicher festgenommen worden. Er musste vier Monate in U-Haft zuwarten, bevor er zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde.

Einziger Österreicher unter Festgenommenen

Sowohl Oberstaatsanwältin Frombach als auch das österreichische Außenministerium bestätigten, dass B. ausdrücklich nicht wünsche, dass die konsularische Vertretung benachrichtigt werde.

B. ist der einzige Österreicher unter den zahlreichen Festgenommenen. Er soll am 4. Juli im Vorfeld des Gipfels mehrere Flaschen auf Polizeifahrzeuge und auf eine Passantin geschleudert zu haben. Die Frau erlitt Verletzungen am Kopf. (APA, 12.7.2017)

  • Demonstranten beim G20-Gipfel am vergangenen Wochenende. Ein Österreicher wurde festgenommen.
    foto: apa

    Demonstranten beim G20-Gipfel am vergangenen Wochenende. Ein Österreicher wurde festgenommen.

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