Nach Äußerungen von Notenbank-Vize: Pfund stürzt ab

12. Juli 2017, 13:34
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Keine Anhebung des Leitzinses in Sicht – Derzeit auf historischem Tief von 0,25 Prozent

London – Äußerungen des stellvertretenden britischen Notenbankchefs haben den Kurs des Britische Pfund am Mittwoch deutlich fallen lassen. Ben Broadbent hatte in einem Interview mit "The Press and the Journal" gesagt, er sei noch "nicht bereit" für eine Anhebung des Leitzinses.

Das Pfund verlor am Vormittag um zwei Prozent an Wert gegenüber dem Dollar und stand am Vormittag bei 1,28 US-Dollar. Auch dem Euro gegenüber verlor das Pfund an Wert und rutschte auf 1,12 Euro – der tiefste Wert seit acht Monaten.

Derzeit liegt der Leitzins in Großbritannien auf einem historischen Tief von 0,25 Prozent. Broadbent gilt im Direktorium der Bank of England als Zünglein an der Waage für eine mögliche Leitzinserhöhung.

Ausschlaggebend sei für ihn das verhaltene Geschäftsklima infolge des Brexit-Votums, sagte Broadbent. "Meiner Meinung nach ist es derzeit etwas schwierig, eine Entscheidung zu treffen".

Bereits am Dienstag hatten Warnungen der US-Ratingagentur Standard & Poor's vor den Brexit-Folgen das Pfund auf Talkurs geschickt. (APA, 12.7.2017)

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