Fake News: Laut Umfage rufschädigend, aber nichts Neues

    12. Juli 2017, 13:25
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    Die Nachrichtenagentur Reuters erhob in einer globalen Onlinebefragung Infos zu Nachrichtenkonsum und Fake News

    Wien – In einer Studie der Nachrichtenagentur Reuters wurden in einer Onlineumfrage 1.711 Teilnehmern Fragen zu ihrem Nachrichtenkonsum und zu Fake News gestellt. 74 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, die Fake News Debatte habe nichts an ihren Gewohnheiten beim Nachrichtenkonsum geändert.

    54 Prozent gingen davon aus, dass ihr Nachrichtenkonsum in Zukunft weiter wachsen würde. 94 Prozent gaben an, dafür vor allem Nachrichten-Webseiten und Apps zu nutzen, nur 30 Prozent konsumieren laut Umfrage Nachrichten über Social Media.

    Nachfrage nach anspruchsvollen Inhalten und Analysen

    Wichtige Medieninhalte seien laut Umfrage weltweite Nachrichten (84 Prozent), Eilmeldungen (72 Prozent) und tiefgehende Analysen von Nachrichten (50 Prozent). Dieser Trend wird auch durch die Antwort auf die Frage bestätigt, was einen Medienbericht attraktiv mache. 68 Prozent halten hier einen anspruchsvollen Inhalt für ausschlaggebend, 61 Prozent eine analytische Sichtweise und nur 41 Prozent finden einen packenden Titel attraktiv.

    Ein Großteil der Befragten gibt an, die Debatte um Fake News ändere nichts an ihrem Nachrichtenkonsum und 65 Prozent sind der Meinung, das Phänomen sei nichts Neues. 74 Prozent der Teilnehmer bestätigen allerdings, dass sie Schlagzeilen von anderen Quellen auf einer Nachrichtenseite der sie vertrauen, überprüfen würden. Ebenfalls 74 Prozent der Befragten vertreten die Meinung, die Assoziation mit Fake News würde dem Ruf einer Nachrichtenmarke schaden.

    Fake News als politisches Problem

    Antreiben würden die Fake News-Debatte laut Umfrageergebnissen vor allem politische Unterstützer (72 Prozent), soziale Medien (70 Prozent) und Aktivisten (69 Prozent). Verantwortlich, die Verbreitung von Fake News einzuschränken, seien Medienunternehmen (57 Prozent), Nachrichtenkonsumenten (45 Prozent), soziale Medien (38 Prozent) und die Regierung (35 Prozent).

    Der Hauptanteil der Befragten ist männlich und über 45 Jahre alt. Die Umfrage wurde zwischen 10. April und 3. Mai 2017 unter Nutzern von reuters.com durchgeführt. (red, 12.7.2017)

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