Brexit: Moody's sieht britische Staatsfinanzen unter Druck

12. Juli 2017, 11:54
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Die Wahrscheinlichkeit eines abrupten und schädlichen Brexit ist laut Moody's gestiegen

London – Die US-Ratingagentur Moody's warnt vor einer möglichen Abstufung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens durch den Brexit. "Es würde Druck auf das Rating entstehen, wenn die Verhandlungen nahelegen, dass Großbritannien wahrscheinlich kein Handelsabkommen mit der Europäischen Union abschließen wird, das Kernelemente des gegenwärtigen Zugangs zum EU-Binnenmarkt schützt", teilte die Agentur am Mittwoch mit.

Die Wahrscheinlichkeit eines abrupten und schädlichen Brexit habe seit dem Referendum zugenommen und nach den Parlamentswahlen im Juni seien die Risiken bezüglich Politik und Staatsfinanzen noch gestiegen. Die Wirtschaft habe bereits an Fahrt verloren und die Aussichten dürften sich noch deutlich verschlechtern, wenn Großbritannien kein weitreichendes Freihandelsabkommen mit der EU zustande bekomme, heißt es in der Moody's-Mitteilung.

Erst am Dienstag hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) mitgeteilt, sie rechne wegen der Unsicherheit durch den Brexit mit einem deutlichen Dämpfer für die britische Wirtschaft. (APA/dpa, 12.7.2017)

  • Moody's stellt eine Abstufung Großbritanniens in den Raum.
    foto: apa / afp / daniel leal-olivas

    Moody's stellt eine Abstufung Großbritanniens in den Raum.

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