Perus Ex-Präsident Fujimori muss im Gefängnis bleiben

    12. Juli 2017, 09:31
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    Familie hoffte auf Begnadigung des früheren Staatschefs, aber das Gericht lehnte eine Freilassung ab

    Lima – Die Familie des früheren peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori ist vor Gericht mit ihrem Versuch gescheitert, eine Freilassung des inhaftierten Ex-Staatschefs zu erreichen. Das oberste Gericht lehnte am Dienstag ein Gesuch auf eine Haftentlassung des 78-Jährigen ab.

    Die Familie, darunter Fujimoris Tochter Keiko, die im vergangenen Jahr bei der Präsidentenwahl knapp dem ehemaligen Wall-Street-Banker Pedro Pablo Kuczynski unterlag, kann gegen das Urteil in Berufung gehen. Allerdings sind die juristischen Möglichkeiten für eine Freilassung Beobachtern zufolge nun deutlich gesunken.

    Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte, verbüßt wegen Korruption und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eine 25-jährige Haftstrafe. Ende vergangener Woche war er wegen gesundheitlicher Probleme vorübergehend in ein Krankenhaus eingeliefert worden. (APA, 12.7.2017)

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