Deutschland verdiente 1,34 Milliarden an Griechenland-Krise

12. Juli 2017, 05:52
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Grüne verlangen Auszahlung der Zinsgewinne an Athen

Berlin/Athen/Frankfurt – Kredite und Anleihenkäufe zugunsten Griechenlands haben einem Pressebericht zufolge Deutschland Gewinne in der Höhe von etwa 1,34 Milliarden Euro eingebracht. Das gehe aus Antworten des deutschen Finanzministeriums auf Fragen der Grünen im Bundestag hervor, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) im Voraus.

Demnach führte ein Darlehen der staatlichen Förderbank KfW zu Zinsgewinnen in der Höhe von 393 Millionen Euro. Der deutsche Gewinnanteil aus einem Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank habe sich seit 2015 auf 952 Millionen Euro summiert.

Unsolidarisch

Die Grünen verlangen, dass die Zinsgewinne an Griechenland ausgezahlt werden. "Es mag zwar legal sein, dass Deutschland an der Krise in Griechenland verdient. Legitim im moralischen Sinne der Solidarität ist es nicht", zitierte das Blatt den Grünen-Budgetexperten Sven-Christian Kindler.

Kürzlich hatte der Euro-Rettungsschirm die Auszahlung von weiteren 8,5 Milliarden Euro an Hilfskrediten für das schuldengeplagte Griechenland freigegeben. (APA, 12.7.2017)

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