Enns: C & A schließt Logistikzentrum, 215 Mitarbeiter verlieren Job

11. Juli 2017, 15:05
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Neue Zentrale in der Slowakei für Lieferungen nach CEE ab 2019

Enns/Trnava – Der Modekonzern C & A schließt 2019 sein Logistik- und Distributionszentrum in Enns in Oberösterreich. 215 Mitarbeiter verlieren voraussichtlich ihren Job, laut APA-Information soll ein Sozialplan soll ausgearbeitet werden. Hintergrund ist, dass C & A Mittel- und Osteuropa künftig zentral von Trnava in der Slowakei aus beliefert.

Die Belegschaft und Vertreter der Stadt Enns wurden am Dienstag informiert. 215 Personen, deren Jobs 180 Vollzeitäquivalente ergeben, sind betroffen. Bis 2019 haben sie allerdings noch eine Arbeitsplatzgarantie, betonte C-&-A-Österreich- und -Osteuropa-Chef Norbert Scheele. Das Unternehmen sucht nun laut Scheele das Gespräch mit dem Betriebsrat und anderen Zuständigen, "um für alle Kolleginnen und Kollegen in Enns eine faire und soziale Lösung zu finden. Wir wollen niemand im Regen stehen lassen." Ein "transparenter Sozialplan" soll in den kommenden Wochen und Monaten ausgearbeitet werden. Es werden auch Möglichkeiten einer Beschäftigung in einer nahen Filiale oder in anderen Logistikbetrieben geprüft.

Region soll zentral beliefert werden

Der Jobabbau ist die Folge einer Umstrukturierung in IT, Logistik und Distribution der Unternehmensregion Zentral- und Osteuropa (CEE). Derzeit werden diese neun Länder – Österreich, Kroatien, Rumänien, Slowenien, Serbien, Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei – von zwei Logistikzentren aus beliefert: jenem im Enns und einem in Nové Mesto nad Váhom in der Slowakei. Künftig soll die gesamte Region zentral beliefert werden.

Laut dem Unternehmen erfüllen beide bisherigen Zentren nicht die Anforderungen hinsichtlich der Größe und Infrastruktur, auch ein Umbau sei nicht möglich. Daher baut ein Investor in Trnava ein neues Zentrallager, das C & A mieten wird. Der entsprechende Vertrag wurde am Freitag unterschrieben. Das Lager soll im Frühling 2019 in Vollbetrieb gehen und durch seine geografische Lage gewährleisten, dass in allen neun Ländern die Filialen über Nacht wieder mit jenen Waren beliefert werden können, die am Vortag ausgegangen sind.

Mit der neuen Struktur will sich C & A "zu einem führenden Omni-Channel-Retailer in Zentral- und Osteuropa" aufschwingen. Konkret bedeutet das, dass Kunden nicht nur Mode online ansehen, bestellen und sich die Ware entweder heim oder in ein Geschäft schicken lassen können. Es soll auch möglich sein, nach der Produktinformation im Internet nachzuschauen, ob das Gewünschte in einer Filiale vorhanden ist, und es sich dort reservieren zu lassen. (APA, 11.7.2017)

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