Marawi: Schon 500 Tote in Kampf gegen IS auf Philippinen

11. Juli 2017, 14:34
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Verteidigungsminister dementiert Meldungen über Pläne, Kriegsrecht auf fünf Jahre zu verlängern

Manila – Bei den seit sieben Wochen andauernden Gefechten zwischen Regierungstruppen und islamistischen Kämpfern in der Stadt Marawi im Süden der Philippinen sind nach Militärangaben inzwischen mehr als 500 Menschen getötet worden.

Unter den Opfern seien 39 Zivilisten sowie 90 Soldaten und Polizisten, teilte das Militär am Dienstag mit. Mindestens 381 Islamisten der mit dem "Islamischen Staat" (IS) verbündeten Miliz Maute kamen demnach ums Leben. Anfangs hatte das Militär mitgeteilt, es gehe von nur insgesamt 100 islamistischen Kämpfern aus. Mittlerweile laufen die Kämpfe aber seit fast zwei Monaten.

Präsident Rodrigo Duterte hatte am 23. Mai das Kriegsrecht über die Region Mindanao verhängt, nachdem mindestens 100 islamistische Rebellen die Großstadt Marawi angegriffen hatten. Die Anordnung erlischt in zehn Tagen.

Verteidigungsminister Delfin Lorenzana dementierte einen Medienbericht, wonach bis zu 2.000 Zivilisten ums Leben gekommen seien. Forderungen mehrerer Abgeordneter, das Kriegsrecht in der Region um weitere fünf Jahre zu verlängern, erteilte er eine Absage. (APA, 11.7.2017)

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