US-Verlage wollen Ausnahme von Wettbewerbsregeln wegen Facebook und Google

11. Juli 2017, 08:50
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Verlegerverband will direkt über Verbreitung von Inhalten und Werbegelder verhandeln

Der amerikanische Branchenverband News Media Alliance mit rund 2.000 Mitglieder-Medien will vom US-Kongress eine Ausnahme von den Wettbewerbsregeln erreichen. Der Verlegerverband will direkt mit Facebook und Google über Verbreitung von Inhalten und Werbegelder verhandeln. Google und Facebook würden aufgrund der aktuellen Wettbewerbsregeln nicht wie andere Marktteilnehmer behandelt.

"Die einzigartige Rolle, die Nachrichtenmedien weiterhin in US-Politik und -Geschichte spielen, macht es notwendig, einen fairen Wettbewerb um Umsätze zwischen Nachrichtenverlegern und diesen massiven Informationsplattformen zu sichern", schreibt Verlegerpräsident David Chavern im "Wall Street Journal".

Facebook und Google verdiene durch Journalismus, beschäftigte aber keine Reporter. "Sie arbeiten sich nicht durch Dokumente, um Korruption aufzudecken. Sie senden auch keine Korrespondenten in Kriegsgebiete", so Chavern weiter. Die Plattformen würden erwarten, dass die angeschlagene Nachrichtenbranche diese teure Arbeit für sie erledigt. (red, 11.7.2017)

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