Insolvenzverwalter sieht Anzeichen für verschleppte Unister-Insolvenz

    11. Juli 2017, 08:30
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    Anfechtungen geplant

    Das Leipziger Internet-Unternehmen Unister ist möglicherweise schon lange vor der Anmeldung der Insolvenz im vorigen Sommer pleite gewesen. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass Unister schon länger zahlungsunfähig gewesen sei, sagte Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Derzeit sammele er dafür gerichtsfeste Beweise.

    Tod des Gründers

    Sobald diese vorlägen, werde es erste Anfechtungen geben. Unter Umständen könnten Gelder zurückgeholt werden. Zahlreiche Unister-Gesellschaften hatten nach dem Tod des Gründers bei einem Flugzeugabsturz im Sommer 2016 Insolvenz angemeldet.

    Verwalter Flöther hat inzwischen große Teile der Unternehmensgruppe verkauft. Unter anderem ging die Unister-Reisesparte, zu der die Portale fluege.de und ab-in-den-urlaub.de gehörten, an einen tschechischen Investor. Das Insolvenzverfahren werde sich voraussichtlich noch einige Jahre hinziehen, sagte Flöther. (APA, 11.7. 2017)

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