Die konkreten Vorzeichen des großen Artensterbens

11. Juli 2017, 06:00
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Palo Alto – Vor zwei Jahren legte der Biologe Paul Ehrlich eine alarmierende Studie vor, die nachwies, dass der Mensch gerade dabei ist, für das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier zu sorgen: 26 Prozent aller Säugetierspezies und 41 aller Amphibienarten seien bedroht. Aufgrund der Arbeiten von Ehrlich und Kollegen ist deshalb vom sechste Massensterben des Planeten seit der Entstehung von Leben am Planeten Erde die Rede.

In einer neuen Untersuchung im Fachmagazin "PNAS" spezifiziert nun ein Team um Ehrlich die Anzeichen, die auf die bevorstehende Aussterbewelle hindeuten. Laut den neusten Berechnungen kam es seit 1900 bei 30 Prozent aller Wirbeltierspezies sowohl bei der Population wie auch beim Verbreitungsgebiet zu drastischen Rückgängen. Am stärksten ist der Rückgang in den Tropen. (tasch, 11.7.2017)


Abstract

PNAS: "Biological annihilation via the ongoing sixth mass extinction signaled by vertebrate population losses and declines"

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