Sanierung des Grazer Altwaren-Dienstleisters BAN gescheitert

10. Juli 2017, 12:22
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Kunden blieben nach Standortwechsel aus

Graz – Die Sanierung des Grazer Altwaren-Dienstleisters BAN ist gescheitert. Das Unternehmen hat am Montag neuerlich ein Insolvenzverfahren beim Grazer Zivillandesgericht beantragt, teilten der AKV sowie der KSV1870 in Aussendungen mit. Die Firma war bereits im Sommer des Vorjahres in den Konkurs geschlittert. Die Sanierung wurde von den Gläubigern angenommen, doch die Quoten können nicht bezahlt werden.

Der Sanierungsplan hatte eine Quote in der Höhe von 26 Prozent, davon 10 Prozent in den ersten 14 Tagen, vorgesehen. Weitere 8 Prozent sollten binnen einem Jahr ab Annahme des Sanierungsplans und weitere 8 Prozent binnen zwei Jahren fließen. Die erste Quote wurde noch bezahlt, doch nach dem Wechsel des Standorts des Unternehmens von der Ungergasse ins Gewerbegebiet an der Puchstraße seien die Kunden ausgeblieben. Obwohl nur noch 55 statt der früher 100 Beschäftigten angestellt waren, war der Betrieb nicht rentabel. Die Forderungen der Gläubiger lebten damit wieder auf. Nun wird keine Sanierung mehr angestrebt, sondern Verkaufsverhandlungen begonnen.

Das Unternehmen wurde 1983 als Beratungsstelle und sozio-ökonomischer Betrieb für u.a. Langzeitarbeitslose und Benachteiligte gegründet worden und machte in den Jahren danach Räumungen etwa von Verlassenschaften und Transporten. Betrieben wurden auch ein Recyclinghof, eine Tischlerei, eine Elektro-Reparaturwerkstätte sowie ein Second-Hand-Verkauf von Möbeln, Geräten, Kleider, Büchern und Geschirr sowie Haushaltswaren, angesiedelt in der Ungergasse 31. Angedacht ist, dass Teilbereiche wie etwa der "Geschirrbereich" befristet weitergeführt werden, um einen bestmöglichen Verkauf zu erreichen. (APA, 10.7.2017)

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