340 Milliarden Dollar sollen Katar durch die Krise bringen

10. Juli 2017, 09:10
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Zentralbankgouverneur hält den Streit mit Saudi-Arabien und dessen Verbündeten jedenfalls finanziell für verkraftbar

Doha – Im Konflikt mit vier arabischen Rivalen kann sich Katar nach Angaben der Notenbank auf Reserven in der Höhe von 340 Milliarden Dollar (297,93 Mrd. Euro) stützen. "Wir haben genug Geld, um jede Art von Schock zu verkraften", sagte Zentralbankgouverneur Scheich Abdullah Bin Saoud al-Thani dem Sender CNBC.

Allein die Notenbank habe Reserven über 40 Milliarden Dollar plus Gold. Der Staatsfonds QIA, der an zahlreichen internationalen Unternehmen Beteiligungen hält, verfüge über Mittel von 300 Milliarden Dollar, die er liquidieren könne, sagte al-Thani in dem am Montag auf der CNBC-Internetseite veröffentlichten Interview.

Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain hatten zuletzt mit weiteren Sanktionen gegen Katar gedroht. Die vier Regionalmächte haben bereits ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Emirat gekappt. Sie werfen Katar Terror-Unterstützung und enge Kontakte zum Iran vor – dem Erzfeind Saudi-Arabiens. (APA, 10.7.2017)

  • An Dohas Corniche wird trotz der Krise kräftig flaniert.
    foto: afp photo / str

    An Dohas Corniche wird trotz der Krise kräftig flaniert.

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