Hansjörg Hofer zum neuen Weihbischof der Erzdiözese Salzburg geweiht

9. Juli 2017, 22:01
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Lackner, Kothgasser und Elbs legten dem bisherigen Generalvikar die Hände auf – Hofer: "Möchte Freude an Gott wachhalten und vertiefen" – Zurbriggen "leidet" wegen Bischofsvakanz in Tirol

Salzburg – Hansjörg Hofer ist am Sonntagnachmittag im Salzburger Dom zum Weihbischof geweiht worden. Hauptkonsekrator der Weihe war der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, ihm zur Seite standen der emeritierte Erzbischof Alois Kothgasser sowie der Bischof von Feldkirch, Benno Elbs, meldete Kathpress. Durch Handauflegen, der Geste der Apostolischen Sukzession, vollzogen die drei Bischöfe die Weihe.

Über ein Dutzend Bischöfe, darunter auch der apostolische Nuntius, Peter Stephan Zurbriggen, und weit über hundert Priester der Erzdiözese konzelebrierten bei der Messe in der randvoll gefüllten Kathedrale, zudem waren auch die Vertreter des öffentlichen Lebens zugegen. Zurbriggen nahm in seinen Grußworten auch auf die Vakanz in der Nachbardiözese Innsbruck Bezug. Die Tiroler sollten die Hoffnung auf einen "guten und würdigen Bischof" nicht sinken lassen, sagte er. "Ich leide mit euch – dass wir so lange warten müssen bis Rom uns endlich einen Bischof schickt."

Der neugeweihte Salzburger Weihbischof sagte in seiner ersten Ansprache, ihm gehe "das Herz vor Freude über". Er wolle vor allem mithelfen, "die Freude an Gott wachzuhalten und zu vertiefen" – ein Anliegen, das er schon über die vergangenen Jahrzehnte als Priester stets verfolgt habe. Besonders verwies Hofer zudem auf seinen Wahlspruch "Ad christum" (Zu Christus hin): Den Menschen "neu zu sagen, wer dieser Christus ist", erachte er für die bischöfliche Sendung als wesentlich, "da Christus die Herzmitte und das Fundament unseres Glaubens ist".

Als eine "Fügung", die "in der ganzen Erzdiözese viel Freude ausgelöst" habe, wurde Hofer von Erzbischof Franz Lackner gewürdigt. Der neue Bischof bringe "viele gute Eigenschaften mit, um als wahrer Seelsorger bis an die Ränder zu gehen" und als Seelsorger ein Hirte mit dem von Papst Franziskus geforderten "Geruch der Schafe" zu sein. Hofer möge ein "Mann des Gebets" bleiben und sich die Gottesfrage als besonderes Anliegen bewahren, wünschte er seinem künftig wichtigsten Mitarbeiter.

Der bisherige Generalvikar Hofer solle als Weihbischof seinem Vorgesetzten Erzbischof Lackner "bei der Erfüllung seines bischöflichen Auftrags noch mehr als bisher unterstützen", sagte Zurbriggen in seiner Grußansprache. Hofer habe "in seinen zahlreichen kirchlichen Funktionen und Ämtern den Beweis erbracht, dass er die richtige Person für diese große Aufgabe ist", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP), der die offiziellen Grüße der Salzburger Landesregierung überbrachte.

Hansjörg Hofer wurde am 14. April in Stumm im Zillertal geboren. Er wurde im März 1976 in Salzburg zum Diakon und im Juni desselben Jahres zum Priester geweiht und war ab 1977 Sekretär von Erzbischof Karl Berg sowie Domzeremoniär. 1979 wurde Hofer Kooperator in der Stadtpfarre Hallein und 1984 Pfarrer in Mittersill und Hollenbach. 1992 folgte die Ernennung zum Ordinariatskanzler und Personalreferenten der Erzdiözese Salzburg sowie auch die Berufung ins Salzburger Domkapitel. Neben diesen Tätigkeiten, die Hofer bis zuletzt weiterhin ausgeübt hat, war er 25 Jahre lang als Seelsorger in Rehhof bei Hallein tätig.

Ab 2006 war Hansjörg Hofer Generalvikar der Erzdiözese und somit Stellvertreter des Erzbischofs in allen Verwaltungsangelegenheiten. Im Oktober 2015 wurde er zum Domdechanten gewählt. Er ist Mitglied in zahlreichen Gremien der Erzdiözese, u. a. im Erzbischöflichen Rat, im Konsistorium, sowie im Priesterrat und Pastoralrat. Hofer wurde am 31. Mai von Papst Franziskus zum Weihbischof von Salzburg ernannt. (APA, 9.7.2017)

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