Diskus: Weißhaidinger enttäuscht in London

9. Juli 2017, 16:44
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Oberösterreicher wird beim Diamond-League-Meeting nur Achter. Hürdensprinterin Bendrat verpasst WM-Limit

London – Die starke Serie von Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger in dieser Saison ist ausgerechnet beim Diamond-League-Meeting in London gerissen, wo im August die Weltmeisterschaft in Szene geht. "Besser es passiert jetzt als bei der WM in knapp vier Wochen. Wir haben noch genügend Zeit, um das zu analysieren und zu verbessern", sagte Coach Gregor Högler nach dem achten Rang seines Schützlings mit 61,10 m.

Zum ersten Mal in dieser Saison hat der Olympia-Sechste einen Bewerb verpatzt. In London verzeichnete er am Sonntag mit 59,67 und 61,10 m nur zwei gültige Versuche und wurde Achter von neun Teilnehmern. Der Olympia-Sechste, der heuer bereits 66,52 m weit geworfen hat und Nummer acht der Welt ist, verpasste damit als Gesamtneunter auch die Qualifikation für das Finale im September in Brüssel, er ist nur erster Ersatzmann. Es siegte der Schwede Daniel Stahl mit 66,73 vor dem Jamaikaner Fedrick Dacres (66,66) und dem Belgier Philip Milanov (66,65).

Weißhaidinger warf zu hoch

"Es war ein schlechter Tag. Meine Würfe waren allesamt zu hoch, dadurch hat am Ende die Weite gefehlt", sagte Weißhaidinger. "Es tut jetzt umso mehr weh, dass Luki in Oslo nicht starten durfte – sonst wäre er fix in Brüssel mit dabei! Nur Urbanek ist es gelungen, mit lediglich zwei Starts das Ticket fürs Finale zu ergattern", rechnete Högler vor. Der Pole Robert Urbanek, am Sonntag Vierter, fing Weißhaidinger in der Gesamtwertung noch um zwei Punkte ab. Nur die Top acht sind beim Saisonfinale fix dabei.

Bendrat verpasst WM-Ticket

Stephanie Bendrat kam über 100 m Hürden in ihrem Vorlauf bei 0,1 m/s Gegenwind in 13,35 Sekunden nur an die siebente Stelle und verpasste das WM-Limit von 12,98 deutlich. Sie hatte darauf gehofft, dies im Sog der Topstars um Weltrekordlerin Kendra Harrrison zu schaffen. Die US-Amerikanerin gewann den Vorlauf in 12,47 und das Finale in 12,39.

Für Jahresweltbestleistungen sorgten am Sonntag über 400 m die US-Amerikanerin Allyson Felix in 49,65 Sekunden und Nigel Amos aus Botswana über 800 m in 1:43,18 Minuten. (APA, 9.7.2017)

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