Eis brach auf Pasterze: Wanderer und Sohn verletzt

9. Juli 2017, 15:35
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Teil eines Gletschertores brach ab und verursachte Wasserschwall, der Urlauber zu Boden warf

Heiligenblut – Ein 45 Jahre alter Urlauber aus Polen ist am Samstag mit seinem achtjährigen Sohn bei einem ungewöhnlichen Unfall am Rande des Pasterzengletschers auf der Kärntner Seite des Großglockners verletzt worden. Dies teilte die Landespolizeidirektion am Sonntag mit. Vater und Sohn wurden mit dem Rettungshubschrauber ins Spital nach Lienz geflogen.

Die Urlauberfamilie aus Polen war am Großglockner (Bezirk Spittal/Drau) am Gletscher auf dem Pasterzenweg in Richtung Gletscherbahn unterwegs gewesen. Während sich der Vater mit dem Buben am Ende des Weges bei einem Gletschertor – einer Eishöhle welche sich am Ende des Gletschers auftut und aus der Schmelzwasser fließt – aufhielt, brach ein Teil des Gletschertores mit rund 30 Kubikmeter Eis ein.

Das Eis stürzte in den Gletscherbach, so entstand ein plötzlicher, mit Eisbrocken vermischter Wasserschwall. Dieser überraschte die beiden am Gletscherbachrand stehenden Urlauber und warf sie zu Boden. Während der Sohn nur eine leichte Abschürfung erlitt, stürzte der Vater gegen einen spitzen Felsen und wurde dabei im Bereich des linken Fußes erheblich verletzt.

Die beiden wurden vom Team des Rettungshubschraubers Martin 4 geborgen und in das BKH Lienz geflogen, wie die Polizeiinspektion Heiligenblut am Großglockner mitteilte. (APA, 9.7.2017)

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