Waffenruhe im Süden Syriens in Kraft

9. Juli 2017, 08:43
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Feuerpause gilt nach russischen Angaben für "Deeskalationszone" in drei Provinzen

Damaskus – Im Südwesten Syriens hat am Sonntag eine von Russland und den USA angekündigte Waffenruhe begonnen. Seit 12.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) sollten die Waffen in den Provinzen Daraa, Kunaitra und – nach russischen Angaben – auch Sweida an der jordanischen Grenze schweigen.

In den Stunden zuvor war es in der umkämpften Region vergleichsweise ruhig geblieben. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte die syrische Armee in der Nacht einige Fässer mit Sprengstoff auf Rebellenstellungen in der Stadt Daraa abgeworfen. Zu möglichen Opfern gab es keine Angaben.

Die Feuerpause war bei Verhandlungen der beiden Großmächte und des Königreichs Jordanien in der jordanischen Hauptstadt Amman vereinbart worden. Verkündet hatten sie US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatsoberhaupt Wladimir Putin am Freitag am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg nach ihrem ersten persönlichen Treffen.

Von Frieden weit entfernt

Von einem Durchbruch zu einem dauerhaften Frieden ist Syrien auch mit dieser neuen Feuerpause aber noch weit entfernt. Sie wird mehr als Zwischenschritt für eine umfassende Waffenruhe für die Region gesehen, in der die Gewalt seit Februar stetig zugenommen hatte. Unter anderem ist die Überwachung der Waffenruhe noch nicht genau geklärt.

Teilweise gehört die Region im Süden Syriens bereits jetzt zu einer sogenannten Sicherheitszone, die von Russland, dem Iran und der Türkei ausgehandelt worden war. In der Praxis wurde diese Vereinbarung nicht immer strikt durchgesetzt. (APA, AFP, 9.7.2017)

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