Google-Gründer Page wird in Roboterwagen-Streit mit Uber befragt

    8. Juli 2017, 09:53
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    Fahrdienst-Vermittler soll gestohlene Technologie einsetzen

    Google-Gründer Larry Page wird sich im Streit um das Roboterwagen-Programm von Uber Fragen von Anwälten des Fahrdienst-Vermittlers stellen müssen. Page verfüge über wichtige Informationen aus erster Hand zu dem Sachverhalt, erklärte ein Richter am Freitag. Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft Uber vor, von ihr gestohlene Roboterwagen-Technologie einzusetzen.

    Page wird Levandowskis Rolle befragt

    Uber will Page, der inzwischen Chef des Google-Mutterkonzerns Alphabet ist, unter anderem zu dessen Gesprächen mit dem Entwickler Anthony Levandowski befragen, der im Mittelpunkt der Klage steht. Er war einer der wichtigsten Experten für selbstfahrende Autos bei Google und wurde später zum Chef von Ubers eigenem Roboterwagen-Projekt.

    14.000 Daten offenbar heruntergeladen

    Waymo erklärt in der Klage, Levandowski habe vor seinem Abgang bei dem Internet-Konzern 14 000 Dateien mit vertraulichen Informationen heruntergeladen. Uber bestreitet, dass etwas davon im Roboterwagen-Programm des Fahrdienst-Vermittlers verwendet oder überhaupt auch nur bei der Firma angekommen sei. Levandowski selbst machte von seinem Recht zur Aussage-Verweigerung Gebrauch, um sich nicht selbst zu belasten – und wurde deshalb von Uber entlassen.

    Vier Stunden Zeit für Gespräch

    Die Uber-Anwälte wollen Page nun unter anderem dazu befragen, seit wann Google und die Firma Waymo, bei der die Entwicklung selbstfahrender Autos im vergangenen Jahr gebündelt wurde, von Levandowskis Downloads wussten. Sie bekamen vier Stunden Zeit dafür. Waymo hatte sich gegen eine Befragung von Page gewehrt.

    Nur mehr eine Patentverletzung

    Waymo engte unterdessen die Klage gegen Uber etwas ein. Von ursprünglich vier Vorwürfen der Patentverletzung blieb einer übrig. In dem Fall liegt der Schwerpunkt aber ohnehin auf dem Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen. (APA, 08.07.2017)

    • Alphabet-Chef Larry Page muss zum Uber-Rapport.
      foto: reuters/kelly

      Alphabet-Chef Larry Page muss zum Uber-Rapport.

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