Das Ende der Marktwirtschaft: Wiener Gastro-Shop sperrt zu

7. Juli 2017, 16:49
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Ein Gastro-Shop-Konzept in Wien namens Marktwirtschaft ging nicht auf. Jetzt wird zugesperrt

Ganz überraschend kommt die Nachricht nicht, hatten sich die Schwierigkeiten doch in den letzten Monaten gehäuft. Jetzt ist es soweit: Die Marktwirtschaft, eine von Genießern geschätzte Mischung aus Lokal, Markt und Pop-Ups in der Siebensterngasse im siebten Wiener Gemeindebezirk sperrt zu.

"Wir haben die traurige Verpflichtung euch mitzuteilen, dass die Marktwirtschaft Ende Juli ihre Pforten für immer schließen wir", teilte das Unternehmen via Facebook mit. Und: Es gebe ab sofort 30 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment – von der Meersalzflocke bis zu peruanischem Kakao.

Zu wenig Liebe

Die Marktwirtschaft verband hochstehende Gastronomie mit dem Verkauf kulinarischer Feinheiten und einem Shop-in-shop, den dritte Aussteller zum Verköstigen oder für andere Aktivitäten nutzen können. Doch schon im Frühjahr schlitterte das Restaurant "Die Liebe" in die Insolvenz. Es wurde eine Sanierung mit Eigenverwaltung beantragt, den Gläubigern eine 30-prozentige Quote offeriert. Die Mittel für die Fortführung sollten aus dem laufenden Geschäftsbetrieb kommen.

An "Die Liebe" ist eine Gesellschaft namens mrkt beteiligt, der auch die Marktwirtschaft gehört. Auch bei der Geschäftsführung gibt es Überschneidungen. Über die genauen Gründe der Schließung waren am Freitag keine Details zu erfahren.

(red, 7.7.2017)

  • Interessant, aber nicht überlebensfähig: die Marktwirtschaft in Wien.
    foto: ho

    Interessant, aber nicht überlebensfähig: die Marktwirtschaft in Wien.

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