Österreichs Außenhandel legt kräftig zu

7. Juli 2017, 10:22
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In den ersten vier Monaten gab es im Import- und Exportbereich ein starkes Plus gegenüber dem Vorjahr

Wien – Der Außenhandel floriert heuer recht kräftig. In den ersten vier Monaten legten die Einfuhren im Jahresabstand um 8,0 Prozent zu und die Ausfuhren um 7,4 Prozent. Im April gab es aber einen Dämpfer, denn die Importe wuchsen nur um 1,2 Prozent, und die Exporte lagen nominell sogar um 1,1 Prozent tiefer als ein Jahr davor. Arbeitstägig bereinigt stand aber auch im April ein deutliches Plus.

Nominell waren die heimischen Einfuhren im April mit 11,3 Milliarden Euro um 1,2 Prozent höher als im gleichen Vorjahresmonat. Um die unterschiedliche Zahl von Arbeitstagen bereinigt entsprach dies einem Zuwachs von 7,9 Prozent, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Ebenso verwandelt sich der Rückgang der österreichischen Exporte (auf 11,2 Milliarden Euro) von 1,1 Prozent arbeitstägig bereinigt in einen Anstieg von 5,8 Prozent.

Bei den heimischen Einfuhren waren die Veränderungsraten gegenüber Drittstaaten im April besser als beim EU-Intra-Handel; bei den österreichischen Ausfuhren war es dagegen umgekehrt.

Importe erhöhen sich arbeitstätig bereinigt

In den ersten vier Monaten zusammen erhöhten sich die heimischen Importe sowohl unbereinigt als auch arbeitstägig bereinigt um 8,0 Prozent auf 48,5 Milliarden Euro. Die Exporte dagegen legten nominell um 7,4 Prozent auf 46,8 Milliarden Euro zu, was arbeitstägig bereinigt einem Anstieg von 7,6 Prozent im Jahresabstand entsprach.

Gegenüber den übrigen EU-Handelspartnern – auf die rund 70 Prozent des heimischen Außenhandels entfiel – wuchsen die Einfuhren um 5,9 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro (arbeitstägig bereinigt +6,3 Prozent), und die Ausfuhren erhöhten sich um 8,9 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro (bereinigt +9,0 Prozent). Die Handelsbilanz mit der EU belief sich auf -0,45 Milliarden Euro (nach -1,29 Milliarden Euro in der Vorjahresvergleichsperiode). Die Zuwächse der heimischen Exporte nach Deutschland und Italien lagen mit je 6,4 Prozent unter dem globalen Durchschnitt.

Österreichs Importe aus Drittstaaten wuchsen im ersten Jahresdrittel um 13,1 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro an (arbeitstägig bereinigt +12,1 Prozent), die Exporte waren mit 13,6 Milliarden Euro um 4,0 Prozent höher (bereinigt +4,5 Prozent). Daraus ergab sich für Österreich mit Drittstaaten ein Handelsbilanzdefizit von 1,28 Milliarden Euro. (APA, 7.7.2017)

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