Soundcloud wirft 40 Prozent der Angestellten raus

    7. Juli 2017, 08:53
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    Musikdienst in der Krise – Büros in London und San Francisco machen dicht

    Der Berliner Musikdienst Soundcloud greift zu Kündigungen, um seine Zukunft als unabhängige Firma zu sichern. Es sollen 173 Mitarbeiter gehen, schrieb Mitgründer Alex Ljung in einem Blogeintrag am späten Donnerstag. Dem Finanzdienst Bloomberg zufolge trennt sich Soundcloud damit von rund 40 Prozent der Belegschaft.

    Die Konzentration auf die Standorte Berlin und New York bedeutet, dass Büros in San Francisco und London dichtgemacht werden.

    Reorganisation

    Die Einschnitte seien nötig für einen nachhaltigen Erfolg, erklärte Ljung. Er betonte mehrfach, dass Soundcloud unabhängig bleiben wolle. Es war immer wieder über einen möglichen Verkauf von Soundcloud spekuliert worden – erst an Twitter oder den Streaming-Marktführer Spotify, zuletzt an den Konkurrenten Deezer.

    Soundcloud hebt sich von anderen Streaming-Diensten dadurch ab, dass auf der Plattform auch viele Remixes und Titel noch unbekannter Künstler ohne Vertrag zu finden sind. Außerdem bietet die Firma einen Abo-Service mit einer traditionellen Musikauswahl wie auch Spotify oder Apple Music.

    Hintergrund

    Soundcloud hatte nach früheren Angaben 175 Millionen Nutzer, über die jüngste Entwicklung ist nichts bekannt – auch nicht, wie viele von ihnen zahlende Kunden geworden sind. Laut Medienberichten schreibt Soundcloud rote Zahlen. Ljung betonte in seinem Blogeintrag lediglich, Soundcloud habe den Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. (APA, 7.7.2017)

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      grafik: soundcloud
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