Vor der SCS aufs Surfbrett: Künstliche Welle in Betrieb

6. Juli 2017, 16:05
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City Wave ist am Donnerstag in der Shopping City Süd in Wiener Neudorf eröffnet worden. 2016 hatte die Anlage in Wien ihre Österreich-Premiere

Wiener Neudorf / Wien – Bei der Shopping City Süd kann man ab sofort Wellenreiten. Donnerstagnachmittag schaltete die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Wasserpumpen ein, die es für die künstlich erzeugte Welle vor den Terrassen des Kinocenters Multiplex in Wiener Neudorf braucht. Danach zeigten Profis in dem 800 Kubikmeter Wasser fassenden Becken auf dem SCS-Areal ihr Können, um dann Platz für weitere Interessierte zu machen.

Am Freitag, dem 7. Juli, kann die Anlage nach dem Prinzip "first come, first surf" von zehn bis 23 Uhr gratis getestet werden.

Profis zahlen 29 Euro je Einheit, Anfänger und Fortgeschrittene (inklusive Board) 39 Euro.

Im Regelbetrieb kostet eine 50-minütige Surfeinheit – wie schon bei der Österreich-Premiere voriges Jahr in Wien – auf der künstlich erzeugten Welle dann für Anfänger und Fortgeschrittene inklusive Leihboard 39 Euro. Dabei kommt auch eine Haltestange zum Einsatz, und Profis helfen vom Beckenrand aus. Profis zahlen pro Einheit auf der bis zu 1,40 Meter hohen Welle 29 Euro.

Bis 30. September

Auf city-wave.at kann man sich dafür anmelden – bisher sind alle Juli-Termine freigeschaltet. Insgesamt findet das Spektakel bis 30. September statt. Vor allem die ersten Fortgeschrittenen- und Profi-Einheiten waren am Donnerstag bereits ausgebucht.

foto: stefan knittel
Bis zu zehn Teilnehmer teilen sich ein Einheit. Es gibt auch Kids-Camps.

In Wien hatten die City Wave und der dazugehörige Gastrobereich vorigen Sommer auf dem Schwarzenbergplatz laut Betreiber AWSM mehr als 8500 Surfer und 300.000 Besucher angelockt. Viele Surfeinheiten waren im Vorfeld ausgebucht gewesen. Die Bundeshauptstadt hatte diesmal aber keine Genehmigung mehr für den Aufbau dort erteilt. Eine Alternativlösung war auch nicht gefunden worden. Grünen-Gemeinderat Rüdiger Maresch hatte an dem Projekt kritisiert, dass öffentlicher Raum verschenkt werde, "damit ein paar Leute viel Geld verdienen". Nach Angaben des Betreibers sei die Saison voriges Jahr "sehr gut gegangen", und man habe schwarze Zahlen geschrieben.

In München entwickelt

Die City Wave war 2008 von Münchner Unternehmern entwickelt worden. Die rund 20 mal 50 Meter große Anlage mit dem 7,5 Meter breiten Surfbecken im Zentrum wurde von der Firma AWSM gekauft. (spri, 6.7.2017)

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