"Middle-earth: Shadow of War" angeschaut: Ring-Kämpfe mit Folgen

8. Juli 2017, 10:00
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Monolith Productions verpasst dem Actionspiel von 2014 einen Feinschliff

Drei Jahre nach der Veröffentlichung von "Middle-earth: Shadow of Mordor" erwartet Fans der Nachfolger "Middle-earth: Shadow of War". Nach der Erstvorstellung haben die Entwickler die vergangenen Monate genutzt, um tiefere Einblicke in die Fortsetzung zu geben. Eines wurde dabei immer deutlicher: Teil Zwei ist mehr als nur ein kleines Update.

Story wird fortgesetzt

Die Geschichte setzt direkt nach dem Ende von "Shadow of Mordor" ein. Talion und der Geist des Elben Celebrimbor bleiben die Protagonisten für das Sequel. Den bisher veröffentlichten Trailern nach hat Talion sein Vorhaben durchgesetzt, einen eigenen Ring der Macht zu schmieden, denn seine Fähigkeiten haben sich erweitert. Mit seinem neugeschmiedeten Ring kann Talion größere Scharen von Orks in seinen Bann ziehen und so gegen ihren Herrscher Sauron einsetzen. Neben diesen Kreaturen hat der Hauptcharakter allerdings noch andere Verbündete: Menschen und Elben werden dem Waldläufer im Laufe der Geschichte zur Seite stehen.

Als Gegner sind nun auch die gefürchteten neun Ringgeister Saurons, die Nazgûl, im Spiel. Außerdem gibt es eine dunkelhaarige Spinnendame sowie einen gigantischen, gepanzerten Balrog. Fans der Tolkien-Bücher können sich hier auf weitere bekannte Figuren und Bestien freuen.

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Trailer zu "Shadow of War"

Nemesis in der zweiten Version

"Shadow of Mordor" bot den Spielern ein Feature namens "Nemesis" an. Hier wurde die Interaktion mit Saurons Untertanen in einem System vermerkt, abhängig von den Entscheidungen. Davon betroffen waren speziell die Anführer bzw. Häuptlinge innerhalb der Ork-Hierarchie. Je nachdem, wer verschont und wer getötet wurde, veränderten sich die amtierenden Führungspositionen und somit erlebte jeder Spieler und jede Spielerin eine ganz eigene Geschichte. Welche Persönlichkeiten an der Macht waren, beeinflusste allerdings nie die gesamte Spielewelt.

Das möchte Monolith im Nachfolger ändern. Die Entwickler planen, die Veränderungen in der Ork-Hierarchie auch auf die Umwelt auswirken zu lassen. Es gibt beispielsweise nun Nemesis Festungen, die nicht nur von einem Häuptling, sondern von Ork-Horden bewacht werden. Unter denen herrscht allerdings nicht immer Einigkeit, was Talion bei der Kampftaktik für sich nutzen kann. Bei einem Umsturz, und dem darauffolgenden Regimewechsel, ändern sich auch die Verhältnisse in der nahen Umgebung.

Beziehungen mit Orks

Außerdem besteht die Möglichkeit, Orks nicht nur als kopflose Zombie-Untertanen zu rekrutieren. Im neuen Teil können Spieler Beziehungen zu den Kreaturen aufbauen. Diese behalten dieses Mal ihre Persönlichkeit samt ihrer Stärken und Schwächen bei. Im Kampf können also die Mitstreiter, je nach Situation, gut genutzt werden. Neben töten und verschonen gibt es noch eine dritte Option: das Blamieren von Gegnern. Diese merken sich ihre Schmach und kehren später wieder zurück, um Rache auszuüben.

Tolkien Bücher und Filme als strenge Vorlage

Als klare Story-Inspiration nennen die Entwickler die Buch- und Filmvorlagen. Allerdings bietet ihnen das Setting des Spiels gewissen Freiraum, denn es spielt zwischen "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe", genauer gesagt 60 Jahre vor dem Ringkrieg. Während die Orte, Charaktere und die allgemeine Lore Großteils aus Tolkiens Büchern übernommen wurden, sieht Monolith den dritten Teil der Filmtrilogie als Stilvorlage. Besonders die epochalen Schlachten sollen von Peter Jacksons Werk inspiriert worden sein.

Alte Speicherstände

In einem Interview mit GamesRadar deutete der Creative Lead Michael De Plater darauf hin, dass die Speicherstände des Vorgängers möglicherweise importiert werden können. Bestätigen wollte er das zwar nicht, aber sinnvoll wäre es auf jeden Fall. Beliebtere Gefolgsleute aus "Shadow of Mordor" können so ihren Weg ins Sequel finden.

DLCs

Der Durchschnittsspieler werde aufgrund der großen Spielwelt zwei- bis dreistellige Spielzeiten erreichen, so die Entwickler. Wem das allerdings nicht reicht, erhält in Form von zwei angekündigten Erweiterungen Nachschub: "The Blade of Galadriel" und "The Desolation of Mordor". Diese beinhalten jeweils eine eigene Kampagne, Nebenmissionen, spielbare Figuren und Fähigkeiten.

Daneben werden mit "Slaughter Tribe" und "Outlaw Tribe" ebenfalls zwei Nemesis Erweiterungen kommen. Darin sind neue Ork-Klans, aktualisierte Festungen, Missionen, Waffen und weitere Fähigkeiten.

Release und Editionen

"Shadow of War" soll am 10. Oktober erscheinen und wird für Playsation 4, Xbox One und Windows-PC umgesetzt. Abgesehen von der Normalen Version für ca. 60 Euro gibt es auch eine 80 Euro teure Silber Edition (inkl. der Nemesis-DLCs), eine 100 Euro teure Gold-Edition (inkl. aller vier DLCs) und eine 300 Euro teure Mithril Edition (inkl. aller DLCs plus 30 cm großer Statue und anderer Goodies). (ke, 8.7.2017)

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    foto: monolith productions | warner bros. interactive entertainment
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    bild: middle-earth: shadow of war
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