Presserat: "News"-Beilage nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet

6. Juli 2017, 14:24
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Artikel in Werbesprache für inserierende Unternehmen

Wien – Der Presserat hat das Magazin "News" gerügt. Die Beilage "Family" vom 25. März verstoße gegen den Ehrenkodex. Bei mehreren nicht als Werbung gekennzeichneten Artikel überwiege der Werbecharakter, teilte der Presserat am Donnerstag mit. "News" wandte ein, dass sich das Layout der Beilage von der restlichen Zeitschrift unterscheide. Eine Einflussnahme Dritter beziehungsweise Bezahlung hat der Verlag bestritten.

Laut Presserat haben in der Ausgabe die Unternehmen Buwog, HDI, Austrian Airlines sowie die H20-Kindertherme in Bad Waltersdorf Inserate geschalten. In den beanstandeten Artikeln seien dann ohne sachlichen Grund deren Produkte oder Dienstleistungen in Werbesprache angepriesen worden.

"Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, so wie von 'News' angemerkt, ein entsprechendes redaktionelles Umfeld für Anzeigen zu schaffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass das redaktionelle Umfeld so aufbereitet werden darf, dass die vermeintlich unabhängigen Inhalte einer Werbung für jene Unternehmen gleichkommen, die Anzeigen schalten", so das Urteil des Selbstkontrollorgans der Medienbranche.

Der Presserat forderte die Medieninhaberin auf, die Entscheidung in "News" zu veröffentlichen. Das Magazin hat die Schiedsgerichtsbarkeit des Presserats anerkannt. (APA, red, 6.7.2017)

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