Cyberattacke kostet Reckitt Benckiser Umsatz – Prognose gesenkt

    6. Juli 2017, 12:45
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    Einige Werke könnten immer noch nicht unter voller Last arbeiten

    Die jüngste Cyberattacke auf Unternehmen und Behörden Ende Juni trifft den britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser hart: Das Unternehmen, das für Marken wie Sagrotan, Vanish, Durex oder Scholl bekannt ist, rechnet im zweiten Quartal mit sinkenden Umsätzen und musste auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr senken, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht.

    Der Konzern erwartet für das zweite Quartal nach vorläufigen Berechnungen einen organischen Umsatzrückgang von zwei Prozent. Die Folgen der Cyberattacke herausgerechnet, geht Reckitt Benckiser von einer Stagnation aus. Einige der in dieser Zeit verlorenen Umsätze könnten jedoch in den drei darauf folgenden Monaten verbucht werden.

    Umsatzplus

    Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern noch mit einem Umsatzplus aus eigener Kraft um rund zwei Prozent. Bisher waren drei Prozent angepeilt. Das organische Wachstum klammert Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen aus.

    Die Cyberattacke habe Produktion und Auslieferung zum Teil unterbrochen, hieß es. Einige Werke könnten immer noch nicht unter voller Last arbeiten. Zudem kann Reckitt Benckiser nach eigenen Angaben für einige Aufträge keine Rechnungen stellen. Das Unternehmen komme aber beim Wiederherstellen seiner Systeme voran.

    Im Juni sei habe es zudem zu weniger Aufträge aus Indien gegeben, was im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen Mehrwertsteuer in dem Land stehe. Die Auswirkungen seien jedoch deutlich geringer als die der Cyberattacke. (APA, 6.7. 2017)

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