Bootsunfall in Kärnten: Todesursache vorerst nicht öffentlich

6. Juli 2017, 12:43
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Staatsanwaltschaft will Obduktionsergebnis erst am Ende der Ermittlungen bekanntgeben

Klagenfurt – Nach einem tödlichen Bootsunfall Anfang Juni in Kärnten soll die Todesursache eines 44-jährigen Niederösterreichers vorerst nicht öffentlich gemacht werden. Tina Frimmel-Hesse, Sprecherin der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, sagte, man werde das Obduktionsergebnis erst am Ende der Ermittlungen bekanntgeben, wenn der schriftliche Bericht des Sachverständigen vorliegt.

Laut Einschätzung der Sprecherin dürfte es Ende Juli oder Anfang August so weit sein. Es geht vor allem um die Frage, ob das Opfer ertrunken ist oder vom Boot überfahren und dadurch tödlich verletzt wurde. Weiters unbeantwortet bleibt zunächst auch, wie sich die beiden Beschuldigten verantworten.

Vorwurf der fahrlässigen Tötung

Einem 44-jährigen Lenker aus Niederösterreich, der das Boot alkoholisiert gefahren hatte, und einem 32-jährigen Kärntner, der als Vertreter des Bootseigentümers mit an Bord war, wird fahrlässige Tötung, dem Lenker zusätzlich Gefährdung der körperlichen Sicherheit vorgeworfen.

Nun wurde die ursprüngliche Frist für das medizinische Gutachten offenbar ausgeweitet. Frimmel-Hesse erläuterte: "Wir warten auf den Polizeibericht, den bekommt dann der Sachverständige." Erst wenn sämtliche Aussagen auf Plausibilität geprüft sind, könne das Gutachten abgeschlossen und sein Ergebnis in der Folge, falls keine weiteren Fragen auftauchen, veröffentlicht werden.

Dieses Vorgehen sei das gleiche wie in allen anderen, ähnlich gelagerten Fällen mit tödlichen Unfällen, sagte die Sprecherin. "Für uns ist es ein Motorbootunfall, wie wir jedes Jahr mehrere haben." (APA, 6.7.2017)

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