Menschenrechtsaktivisten in Istanbul festgenommen

6. Juli 2017, 13:01
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Zeitung: Betroffenen wird Zugang zu Anwälten verwehrt

Ankara – Zwei Mitarbeiter von Amnesty International und sieben weitere Menschenrechtsaktivisten sind bei einer Fachkonferenz in der Türkei festgenommen worden. Die Aktivisten wurden am Mittwoch in der Früh auf der Istanbul vorgelagerten Insel Büyükada festgenommen, wie der türkische Menschenrechtsverein IHD und mehrere Medien übereinstimmend berichteten.

Die Konferenz in einem Hotel drehte sich demnach um mögliche Vorgehensweisen von Menschenrechtsaktivisten in der Türkei. Der IHD teilte mit, er habe nur durch Zufall von den willkürlichen Festnahmen erfahren. Die Familien der Aktivisten seien nicht informiert worden. Laut der Zeitung "Cumhuriyet" wurde den Festgenommenen der Zugang zu Anwälten verwehrt.

Anfang Juni war bereits der Leiter der türkischen Amnesty-Sektion zusammen mit einem Dutzend weiterer Anwälte in Untersuchungshaft genommen worden. Seit dem Putschversuch vom Sommer 2016 sind unter Zuhilfenahme der Notstandsregelung in der Türkei mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen geschlossen worden. (APA, 6.7.2017)

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