Studie: Saudi-Arabien größter Extremismus-Förderer in Großbritannien

5. Juli 2017, 14:57
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Henry Jackson Society: Einfluss unter anderem an "Vorherschaft radikalislamischer Prediger und Literatur" abzulesen

London – Saudi-Arabien ist einer Studie zufolge der größte Förderer des islamischen Extremismus in Großbritannien. Das Land habe in den vergangenen 50 Jahren über Stiftungen mindestens 67 Milliarden Pfund (76,31 Mrd. Euro) ausgegeben, um den saudi-arabischen Wahhabismus – eine streng-konservative Lesart des Islam – in die muslimische Welt bis hin in muslimische Gemeinschaften im Westen zu exportieren.

Das schreibt die Denkfabrik Henry Jackson Society in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Dieser Einfluss sei in Großbritannien und anderen westlichen Ländern unter anderem abzulesen an der "Vorherrschaft radikalislamischer Prediger und Literatur, darunter auch der Gebrauch saudi-arabischer Schulbücher", heißt es in der Studie weiter.

Extremisten gestärkt, Moderate geschwächt

Dieses Fördern des Wahhabismus habe "stufenweise" dazu beigetragen, in vielen muslimischen Gemeinden den religiösen Glauben und die Praktiken zu verändern. Dies habe Extremisten gestärkt und moderate Stimmen unter Druck gesetzt, so die Studie.

Die Denkfabrik Henry Jackson Society setzt sich mit Fragen der Menschenrechte und internationalen Beziehungen auseinander. Die Vorlage der Studie kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die britische Premierministerin Theresa May unter Druck steht, einen Regierungsbericht über die Rolle Saudi-Arabiens und anderer Staaten bei der Förderung von Extremismus auf der Insel zu veröffentlichen. (APA, 5.7.2017)

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