Islam-Studie: Ministerium wollte nicht Auftraggeber sein

5. Juli 2017, 15:22
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Laut einer Anfragebeantwortung vom Februar 2016 war "Ministerium nicht Auftraggeber"

Die umstrittene Studie über islamische Kindergärten, die anlässlich eines "Falter"-Berichts über mögliche nachträgliche Änderungen nun erneut für Aufregung sorgt, wurde vom Außenministerium in Auftrag gegeben, wie dem STANDARD bestätigt wurde.

In einer parlamentarischen Anfragebeantwortung vom Februar 2016 wollte das Außenministerium davon jedoch nichts wissen. Auf Anfrage der SPÖ-Abgeordneten Nurten Yılmaz heißt es, die Studie "Evaluierung Islamischer Kindergärten/-gruppen in Wien (...) wurde vom BMEIA nicht in Auftrag gegeben, sondern wird vom BMEIA, ohne finanzielle Beteiligung anderer Einrichtungen, gefördert".

Ein unüblicher Vorgang: Im Fall von Auftragsforschung gehört es zu den Richtlinien wissenschaftlicher Transparenz, die Auftraggeber zu benennen. Im Fall der Islam-Studie ist das offenbar nicht geschehen. (sterk, 5.7.2017)

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