Eine Million Wohnungen fehlen in Deutschland

5. Juli 2017, 14:06
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Bevölkerung vor allem durch Zuwanderung um 2,5 Millionen gewachsen

In Deutschland werden so viele Wohnungen gebaut wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr – gebraucht würden aber noch viel mehr. Nach Berechnungen des Bundesverbandes der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), die der Verband am Mittwoch in Berlin vorstellte, wurden seit 2009 eine Million Wohnungen zu wenig gebaut.

Gründe für den gestiegenen Bedarf waren demnach, dass die deutsche Bevölkerung in dem Zeitraum insbesondere durch Zuwanderung um 2,5 Millionen Menschen wuchs und dass immer mehr Menschen in wenige Ballungsräume zogen.

Mangel an Bauland

Insgesamt wurden in Deutschland vergangenes Jahr 277.691 Wohnungen fertiggestellt. Jedoch waren nicht alle davon Mietwohnungen. Die Mitgliedsunternehmen des GdW stellten 2016 knapp 20.000 Mietwohnungen fertig. Sie bauen rund 80 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland. In diesem Jahr planen sie einen Sprung auf 28.292 Fertigstellungen.

Das Geld ist dabei nicht der Haupt-Bremsfaktor. Nach den Worten von GdW-Präsident Axel Gedaschko hätten die Unternehmen gerne noch mehr in neue Wohnungen investiert, Probleme seien jedoch der Mangel an Bauland und mangelnde Planungskapazitäten bei den Kommunen. (APA, 5.7.2017)

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