Schrammelklang-Festival: Vom Jodler zum Dudler

    6. Juli 2017, 10:38
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    Von Freitag bis Sonntag spannt das Musikfestival rund um den Litschauer Herrensee einen Bogen vom Alpenraum bis Wien

    Man soll es ja nicht verschreien, aber traditionsgemäß darf man am Wochenende des Schrammelklang-Festivals mit Sonnenschein im Waldviertel rechnen. Vielleicht beeindruckt die Wettermacher ja das Vertrauen, das Intendant Zeno Stanek in sie setzt. Tagsüber pulsiert die Musik nämlich auf neun Naturbühnen rund um den Litschauer Herrensee – unverstärkt und großteils ohne Überdachung. Ein Risiko, das sich bisher ausgezahlt hat und mit sprichwörtlich idyllischer Atmosphäre belohnt wurde.

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    Die Musikantinnen und Musikanten, die entlang des Schrammelpfades anzutreffen sind, decken ein bewährt weites Spektrum ab: Urgesteine wie Kurt Girk oder das Vater-Tochter-Gespann werden ebenso aufgeigen wie das Trio Lepschi, Kabane 13, Fiaker Fiasko oder das Duo Rittmannsberger & Soyka. Abkühlung zwischendurch verspricht der Herrensee.

    Beim Eröffnungsabend am Freitag im Herrenseetheater spannt Franz Posch, der, wie man so schön sagt, aus Funk und Fernsehen bekannt ist, mit seinen Innbrügglern dem heurigen Festivalmotto "Vom Alpenlied zum Schrammelklang" einen Bogen vom Jodler zum Dudler. Nach dem Ensemble Folksmilch mit dem großartigen Akkordeonisten Christian Bakanic führt das Duo Wiener Bond vor, wie Beatboxing und Wienerlied zusammengehen.

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    Den Samstagabend bestreiten ebendort unter anderen Spafudla mit Agnes Palmisano, die Schweizerin Christina Zurbrügg und die verlässlichen Strottern mit ihren Gästen Marc Unternährer und Matthias Loibner. Zum Schluss gibt's Willi Resetarits mit gleich zwei Formationen, nämlich mit den Wiener Concert Schrammeln sowie mit Walther Soyka, Hannes Wirth und dem omnipräsenten Ernst Molden, zu sehen. Und ja, auch auf das wunderbar unberechenbare Kollegium Kalksburg darf auch heuer wieder gezählt werden. (glicka, 6.7.2017)

    Schrammelklang-Festival, Litschau, 7.–9. 7.

    • Beim Schrammelklang-Festival mitten im Wald zu erleben: Die Strottern.
      foto: karl satzinger

      Beim Schrammelklang-Festival mitten im Wald zu erleben: Die Strottern.

    • Auch am Zulauf des Heerensees wird aufgegeigt.
      foto: andreas biedermann

      Auch am Zulauf des Heerensees wird aufgegeigt.

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