Alternativer Gipfel von G-20-Kritikern beginnt in Hamburg

5. Juli 2017, 11:30
1 Posting

Der "Gipfel der globalen Solidarität" findet am Mittwoch und Donnerstag statt

Hamburg – Mit Forderungen nach einer "Globalisierung des Widerstands und der Solidarität" hat in der norddeutschen Stadt Hamburg der alternative Gipfel der Kritiker der Top-Wirtschaftsmächte begonnen.

Zwei Tage vor dem Treffen der reichen Industrieländer und aufstrebenden Wirtschaftsmächte (G-20) in der Hansestadt diskutieren Vertreter von rund 75 Initiativen über Alternativen zur aktuellen Politik der G-20, die aus ihrer Sicht die großen Probleme der Welt wie Klimawandel, Kriege und Hunger nicht lösen können.

Zu dem "Gipfel der globalen Solidarität" am Mittwoch und Donnerstag werden bis zu 1.500 Teilnehmer aus 20 Ländern in der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel erwartet. Die Eröffnungsrede sollte die indische Globalisierungskritikerin Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, halten.

Abschlusskundgebung genehmigt

Die Hamburger Polizei genehmigte die Abschlusskundgebung der Anti-G-20-Demonstration "Welcome to Hell" am Donnerstag in unmittelbarer Nähe der Messehallen. Zu der Autonomen-Demo rechnen die Behörden mit bis zu 8.000 gewaltbereiten Linksextremisten aus dem In- und Ausland. 10.000 Teilnehmer haben die Organisatoren angemeldet.

Bereits am Dienstagabend gab es erste größere Konfrontationen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach Angaben einer Sprecherin der Beamten blockierten etwa tausend Menschen eine Straßenkreuzung im Schanzenviertel im Stadtteil St. Pauli. Die Einsatzkräfte setzen demnach auch einen Wasserwerfer ein, um die Menge zu vertreiben. Aufforderungen zum Verlassen der Straße seien die Menschen zuvor nicht gefolgt. Gegen Mitternacht habe sich die Situation dort wieder beruhigt.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten stand bisher die Frage sogenannter Protest- und Übernachtungscamps. Aktivisten aus dem linken Spektrum wollen zentrale Zeltstädte errichten, wo sie während des Gipfels wohnen. Die Polizei verbietet das aus Sicherheitsgründen und erließ entsprechende Verfügungen. Gerichte billigten dies. (APA, 5.7.2017)

    Share if you care.