Das beste Stück: Nachgefragt bei Gexi Tostmann

    Kolumne12. Juli 2017, 15:55
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    Michael Hausenblas fragt die Trachten-Unternehmerin, warum sie so viele Taschen besitzt

    "Meine Mutter hat aus so gut wie jedem Stoffrest, der übrig blieb, etwas Neues gemacht. Aus größeren Stoffen wurden zum Beispiel Röcke, aus kleineren solche Taschen, wie man sie auf dem Foto oben sieht. Das war Nachhaltigkeit, lange bevor man wusste, was das Wort überhaupt bedeutet.

    Die bunte Tasche auf dem Bild hatte ich schon während meiner Studienzeit. Ich habe vor 50 Jahren fertigstudiert. An die 30, 40 solcher Taschen gibt's bei mir. Die sind auch immer wieder im alltäglichen Einsatz, zum Beispiel wenn ich baden oder einkaufen gehe.

    Ich habe einmal in einem Interview gesagt, ich besäße für jeden Tag des Jahres ein anderes Dirndl. Meine Bekannten haben mir das nicht geglaubt, also habe ich eine Ausstellung mit dem Titel "Meine 350 Dirndl" präsentiert. Die Schau haben dann sage und schreibe 10.000 Menschen gesehen. Ich denke, es wäre eine gute Idee und an der Zeit, auch meine Taschen einmal in einer Ausstellung zu zeigen." (Michael Hausenblas, RONDO, 12.7.2017)

    Gexi Tostmann ist Trachtenexpertin. Ihr Unternehmen in Wien und Seewalchen ist auf Dirndln spezialisiert und zählt circa 100 Mitarbeiter.

    • Gexi Tostmann: "Das war Nachhaltigkeit, lange bevor man wusste, was das Wort überhaupt bedeutet."
      foto: nathan murrell

      Gexi Tostmann: "Das war Nachhaltigkeit, lange bevor man wusste, was das Wort überhaupt bedeutet."

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