Chinas Behörden vermuten Betrug bei Mega-Bus, der über Autos fährt

4. Juli 2017, 12:15
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Konzept versprach offenbar zu viel – Prototyp soll seit Monaten stillstehen, Teststrecke abgebaut werden

Vergangenes Jahr sorgte der sogenannte Brückenbus für Furore: Hersteller TEB stellte einen zwei Fahrspuren breiten Bus vor, dessen Mittelteil so hoch war, dass er einfach über Autos hinwegfahren konnte. Das Konzept begeisterte fünf chinesische Städte, die damit ihre Verkehrsprobleme lösen wollten. Doch der Bus, der einige User an Pac-Man erinnerte, erwies sich bislang als leeres Versprechen, das nun polizeiliche Ermittlungen nach sich zieht.

foto: xinhua

CNN berichtete schon vergangenen Dezember, dass der Prototyp am Straßenrand versauert. Bei Tests sei klar geworden, dass er die Fahrbahnen zu sehr beschneide. Autofahrer berichteten über hohen Stress, wenn sie unter dem Bus gestrandet waren. Laut Quartz vermuten Polizeibehörden nun, dass der Hersteller des Brückenbusses illegal online Geld gesammelt hat. Investoren sollen mit unhaltbaren Versprechungen getäuscht worden sein.

cctv+

Die Teststrecke in Qinghuangdao soll nun bis Ende August abgebaut werden. Ideen für Brückenbusse gibt es schon seit Jahrzehnten. 1969 wurde beispielsweise vorgeschlagen, die US-Städte Washington und Boston so miteinander zu verbinden. (red, 4.7.2017)

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