Grenzkontrollen am Brenner sehr wahrscheinlich

4. Juli 2017, 12:59
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Sollte der Flüchtlingsstrom nicht drastisch abnehmen, gelten erneute Grenzkontrollen am Brenner für ziemlich sicher, meint der ARBÖ

Wien – Bereits am Wochenende wurden die Weichen für mögliche Grenzkontrollen am Brenner-Pass gestellt. 750 Soldaten stehen für den Einsatz zur Grenzsicherung zur Verfügung, welche binnen 72 Stunden im Falle einer Alarmierung voll einsatzfähig sein werden.

Seit geraumer Zeit werden die Autofahrer auch am Grenzübergang Arnoldstein von der Autobahn runtergelotst, um anschließend eine Fahrzeug- und Personenkontrolle stichprobenartig durchzuführen. Grenzwartezeiten wie auch am Weg nach Deutschland mit Verzögerungen von über einer Stunde sind zu Hauptreisezeiten keine Seltenheit.

Dasselbe Schicksal kann nun allen Rückreisenden über den Brenner-Pass zum Verhängnis werden. Den ARBÖ Informationsdienst erreichten bereits zu Beginn dieser Woche die ersten Berichte über Grenzkontrollen. "Bislang fallen die Wartezeiten aber gering aus, weshalb wir derzeit von einem Zeitverlust von maximal 15 Minuten ausgehen", berichtet Jürgen Fraberger vom ARBÖ Informationsdienst. "Verschärfte Grenzkontrollen sind nachvollziehbar, könnten jedoch gerade jetzt den Urlaubsrückreiseverkehr enorm ausbremsen." (Red, 4.7.2017)

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