iPhone: Apple testet Gesichtserkennung statt Fingerabdrucksensor

    4. Juli 2017, 10:07
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    Kommende iPhone-Modelle sollen über Kamera mit 3D-Sensor verfügen

    Das iPhone soll sich in Zukunft neben dem Zahlencode nicht mehr mit einem Fingerabdruck entsperren lassen, sondern per Gesichtserkennung. Beobachter haben die Einführung eines solchen Features schon früher vermutet. Ein Insider hat nun dem Nachrichtendienst "Bloomberg" bestätigt, dass Apple das neue biometrische System testet.

    Schneller 3D-Sensor

    Bewerkstelligt werde das mit einer Kamera mit 3D-Sensor, der laut einer mit den Plänen vertrauten Person sehr schnell arbeite. Das soll auch dann funktionieren, wenn das Smartphone beispielsweise am Tisch liegt – man soll es nicht direkt vors Gesicht halten müssen. Das Feature soll sich noch in einer Testphase befinden.

    Das iPhone 8, das im September erwartet wird, könnte noch auf herkömmliche Weise entsperrt werden. Für dieses Modell soll der Fingerabdrucksensor angeblich im Display integriert werden. Damit scheint es jedoch Berichten zufolge einige Probleme geben. So spekulieren einige Beobachter, dass Touch ID von der Gesichtserkennung schon beim nächsten Modell ersetzt werden könnte.

    Sicherheitsbedenken

    Biometrische Technologien wurden eingeführt, um die Sicherheit zu erhöhen. Allerdings können auch solche Systeme überlistet werden. Der Fingerabdrucksensor Touch ID wurde erstmals 2013 beim iPhone 5s eingeführt. Auch andere Smartphone-Hersteller setzen auf diese Entsperrmethode. Forscher haben früh bewiesen, dass sich Fingerabdrücke vergleichsweise einfach fälschen lassen. Und auch Gesichtserkennung konnte schon ausgetrickst werden. Beim iPhone soll der 3D-Sensor zwar verhindern, dass das mit simplen Fotos möglich ist. Ein US-Aktivist hat 2016 jedoch gezeigt, dass er Gesichtserkennung auch mit dreidimensionalen Masken überlisten konnte, die mit einem 3D-Drucker angefertigt wurden.

    Das Unternehmen gibt zu kommenden Produkten keine Stellungnahmen ab. (red, 4.7.2017)

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      foto: reuters/andrew kelly
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