US-Automarkt im Juni durchwachsen – VW verkauft mehr

3. Juli 2017, 23:15
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GM, Ford und Fiat Chrysler verkaufen weniger. Toyota und deutsche Autobauer aber mit Zuwächsen

Detroit – Der US-Automarkt ist für die großen Hersteller im Juni unterschiedlich gelaufen. Während ausländische Konzerne wie Toyota, Nissan und auch Volkswagen über Zuwächse berichteten, mussten die Platzhirsche GM, Ford und Fiat Chrysler Einbußen hinnehmen. Nach Angaben von Experten versuchen die Autobauer den Absatz in einem sich abkühlenden Markt durch Preisnachlässe und längere Laufzeiten für Kredite zum Fahrzeug-Kauf anzukurbeln. Dem Internet-Automarkt Edmunds zufolge lagen die Laufzeiten im Juni mit durchschnittlich 69,3 Monaten so hoch wie nie zuvor. Grundsätzlich gaben die Käufer weiterhin Pickups und Crossover-Modellen den Vorzug gegenüber klassischen Limousinen.

Volkswagen verkaufte im Juni in den USA mit 23.377 Autos 15 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Plus von 8,2 Prozent. Im Gesamtjahr 2016 hatten die Wolfsburger wegen der Folgen des Dieselskandals noch einen Absatzeinbruch von 7,6 Prozent hinnehmen müssen. Die VW-Tochter Porsche lieferte im Berichtsmonat 0,8 Prozent mehr Fahrzeuge aus. Audi konnte im abgelaufenen Monat mit 19.416 Fahrzeugen 5,3 Prozent mehr verkaufen, Mercedes/Smart kamen auf ein Plus von 1,1 Prozent auf 32.328 Stück. BMW meldete mit 28.962 Fahrzeugen ein Zuwachs von 107 Autos.

US-Marktführer GM wies für den abgelaufenen Monat einen Absatzrückgang von 4,7 Prozent auf 243.155 Fahrzeuge aus. Ford meldete ein Minus von 5,1 Prozent auf knapp 228.000. Bei Fiat Chrysler ging es um 7,4 Prozent auf 187.348 herab. Da Toyota seinen Absatz um 2,1 Prozent auf 202.376 Fahrzeuge steigern konnte, zogen die Japaner in der Rangliste an Fiat vorbei und schoben sich auf Rang 3. Für das erste Halbjahr standen für die vier Hersteller dennoch ohne Ausnahme Rückgänge – GM verkaufte 1,7 Prozent weniger, Toyota 3,6, Ford 3,8 und Fiat Chrysler 6,7 Prozent. GM erklärte aber, der Markt dürfte sich im zweiten Halbjahr insgesamt besser entwickeln als im ersten.

Die Aktien der meisten Autobauer legten am Montag zu. Händler begründeten dies damit, dass der Absatz an Privatkunden im Juni relativ stabil blieb. Erwartet worden war ein Rückgang. (Reuters, 3.7.2017)

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