Mindestens acht Tote bei Explosion in Textilfabrik in Bangladesch

3. Juli 2017, 21:01
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Eingestürzte Wände und Dutzende Verletzte in Vorort von Dhaka

Dhaka – Bei der Explosion eines Dampfkessels in einer Textilfabrik in Bangladesch sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Die Explosion in der Fabrik in einem Industrievorort der Hauptstadt Dhaka habe am Montag Wände und ein Dach zum Einsturz gebracht, teilten die Behörden mit.

"Acht Menschen wurden getötet und fast 50 wurden verletzt", sagte der hochrangige Feuerwehrmann Mohammad Akhteruzzaman.

Sechs Leichen seien vor Ort geborgen worden, zwei weitere befänden sich im Krankenhaus, sagte Akhteruzzaman. Unter den Opfern seien auch Passanten, die zum Zeitpunkt der Explosion in der Nähe des sechsstöckigen Gebäudes gewesen seien.

"Es ist ein schreckliches Bild", sagte der Polizeibeamte Harunur Rashid. Die Wucht der Explosion des Dampfkessels sei so groß gewesen, dass auch Gebäude in der Nähe der Fabrik Schaden genommen hätten.

Nach Angaben des Fabrik-Chefs Mesba Faruqui war die Hauptwerkstatt am Montag geschlossen. Einige Arbeiter hätten aber Reparaturarbeiten an dem Heizkessel beaufsichtigt. Die Fabrik gehört dem Textilhersteller Multifabs, der nach eigenen Angaben hauptsächlich für europäische Marken produziert.

In Bangladesch gibt es mehr als 4.500 Textilfabriken. Dort arbeiten vornehmlich Frauen zu Hungerlöhnen von umgerechnet knapp 60 Euro pro Monat. In den Fabriken ereignen sich wegen schlechter Sicherheitsstandards immer wieder tödliche Unglücke.

Im April 2013 war der Textilfabrikkomplex Rana Plaza in einem Vorort von Dhaka eingestürzt. 1138 Menschen starben. Im November 2012 waren bei einem Brand in einer Textilfabrik in Dhakas Vorort Ashulia 111 Menschen ums Leben gekommen. (APA, 3.7.2017)

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