Anschlag auf Brotvermehrungskirche: Jüdischer Extremist verurteilt

3. Juli 2017, 16:42
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Israels Präsident Rivlin betont Bekenntnis zur Religionsfreiheit

Tel Aviv – Zwei Jahre nach einem Brandanschlag auf die Brotvermehrungskirche in Israel hat ein Gericht in Nazareth einen 22-jährigen jüdischen Extremisten für schuldig befunden. Ein zweiter 21 Jahre alter Mitangeklagter sei freigesprochen worden, berichtete die "Times of Israel" am Montag. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden.

Bei dem Anschlag im Juni 2015 war das Atrium der Kirche am See Genezareth schwer beschädigt worden. Außerdem wurden antichristliche Schmierereien gefunden. Durch den Anschlag war der Kirche ein Schaden von rund 1,3 Millionen Euro entstanden. Die Renovierung dauerte acht Monate.

Im Februar war das Atrium wieder eingeweiht worden. "Wir sind alle gleich vor Gott und gleich vor dem Gesetz", sagte Israels Staatspräsident Reuven Rivlin damals. "Wir (der Staat Israel) stehen ein für Religionsfreiheit, weil wir als Volk sehr gut wissen, was es bedeutet, unter religiöser Verfolgung zu leiden." Israel hat sich mit rund 370.000 Euro an den Renovierungskosten beteiligt.

Die Kirche in Tabgha unweit des Sees Genezareth soll an dem Ort stehen, an dem Jesus laut Überlieferung aus der Bibel mit nur zwei Fischen und fünf Broten 5000 Menschen satt gemacht hat. (APA, 3.7.2017)

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